Modernes Landleben: der Fritz

Hoch lebe Brandenburg! Die erste Ausgabe des Magazins »der Fritz« ist erschienen.



  

Die Berliner zieht es nach Brandenburg, in die ländliche Idylle direkt vor der Haustür, in malerische Landhäuser zu denen herrlich ausgestorbene Kopfsteinpflaster-Alleen führen und mitten hinein in ein Lebensgefühl, das sich geradezu mediterran anfühlt.

Mit »der Fritz« ist jetzt das Magazin zur Brandenburgliebe erschienen, das wunderbar unprätentiös und dennoch modern von einer Aktiengesellschaft für Bio-Äpfel, von einer Schloss-WG, von der Entschleunigung, einer ackernden Sarah Wiener, von Landstraßen-Autotunern und Kuhflüsteren erzählt.

Wir sprachen mit Redaktionsleiterin Isabel Ehrlich und Art Directorin Monique Meyer über das neue Magazin aus Berlin.

An wen richtet sich »der Fritz«?


Isabel Ehrlich: An Brandenburger, Berliner und alle, die auf beiden Seiten leben und arbeiten. Und natürlich an jeden, der sich für Brandenburg, seine Kultur und seine Menschen interessiert und dazu hintergründige, schön gestaltete Geschichten lesen möchte. Die Themen sind sehr vielseitig, vom Kuhflüsterseminar bis zur Designmanufaktur, deswegen wird die junge Familien genauso angesprochen wie der Unternehmer oder der Kreative.

Und warum ausgerechnet Brandenburg?


Isabel Ehrlich: Weil wir eine Beziehung zu Brandenburg haben. Und das Land und seine Entwicklung extrem spannend finden. In den letzten Jahren hat ein Generationswechsel stattgefunden, der die ganze Region verändert. Und immer mehr Menschen anzieht, die diese Entwicklung mit ihren Ideen und Projekten vorantreiben. Der Verlag sitzt zwar in Berlin, aber das Team hat jahrelange Erfahrung mit Brandenburgthemen, einige Autoren leben auch dort oder sind dort aufgewachsen. Und diese verschiedenen Perspektiven bündeln wir im Fritz.

»der Fritz« ist kein typisches Landleben-Magazin. Die Themenmischung ist bunt, die optische Gestaltung klar. Was war der wichtigste Aspekt bei der Konzipierung von der Fritz?


Isabel Ehrlich: Vor allem wollen wir die Vielfalt und das Potential Brandenburgs zeigen. Nicht nur als Ausflugsziel, sondern auch als Ort zum Leben und Arbeiten. Die typische Landleben-Sparte soll der Fritz ganz bewusst nicht bedienen und auch keine Illusionen schaffen. Natürlich werden auch die idyllischen Seiten gezeigt, schöne Landschaften und süße Kälbchen. Aber wir schauen auch hinter die Kulissen, hinterfragen die Ideen unserer Protagonisten, wollen wissen, welchen Herausforderungen sie sich stellen mussten, um beispielsweise beruflich in Brandenburg Fuß zu fassen. Oder was sie dazu treibt, sich jeden Freitag mit ihren getunten Autos an einer Tankstelle zu treffen. Auch das gehört zur Alltagskultur.


Was war das wichtigste Kriterium bei der Gestaltung?


Monique Meyer: Die Lust am Lesen gut recherchierter Storys und Betrachten hochwertiger Fotostrecken wird durch die Gestaltung unterstützt. Das Magazin liegt gut in der Hand und das gewählte Papier fühlt sich gut an. Schnelle Information und große Mengen reiner Fakten haben wir im Netz, dafür benötigen wir kein Printmedium mehr. Wir erwarten von einem Magazin inhaltliche Qualität, es soll unser Leben bereichern und wir möchten uns gern mit ihm aufs Sofa zurückziehen und abtauchen in den Inhalt. Genau das haben wir beim Fritz umgesetzt: Die Gestaltung ist ausgewogen und klar – es geht um hochwertige Inhalte.

Welchen Schriften wurden verwendet?


Monique Meyer: Es gab Vorgaben seitens des Verlags: Die Interstate ist die Hausschrift von Hilker und im Web wird außerdem die Georgia verwendet. Beim Fritz werden diese beiden auf eine eigene Art neu kombiniert.

Spielt die Farbe Grün eine besondere Rolle?

Monique Meyer: Grün bedeutet für uns Moderne und Fortschritt, Lifestyle und Frische. Darum ist Grün die Farbe des Verlags und taucht auch in der Gestaltung vom Fritz wieder auf. Unser Grün ist weit entfernt vom ökologischen oder politischen Grün, denn den Gutmenschen wird man bei uns nicht finden!

Auf welchen Papier wurde »der Fritz« gedruckt?


Monique Meyer: Amber Grafic; die Entscheidung für ein ungestrichenes Papier ist sehr schnell gefallen. Wir schaffen keine illusionären Welten, sondern zeigen, wie Brandenburg wirklich ist. Das offene Papier fasst sich nicht nur besser an als Hochglanz, es passt auch gut zu den Themen.


Schlagworte: , ,





2 Kommentare


  1. Tobias Haufler

    Das Gestaltungskonzept klingt mir aber sehr nach der Päng! > http://issuu.com/paengmagazin/docs/paeng_02
    Dürfte meines Erachtens die gleiche Logo-Typo, ähnliches Format und Papier und auch inhaltlich eine sehr ähnliche Anmutung sein. Hmmm – Nachmachen finde ich immer schade!


Kommentieren

Einfach mit dem PAGE Account anmelden oder Formular ausfüllen

Name *

Email *

*Pflichtfeld

Ihr Kommentar *

 
 

Das könnte Sie auch interessieren