Linzer Stahlwelten

Im österreichischen Linz eröffnete Ende 2009 ein neues Markenmuseum: die „voestalpine Stahlwelt“, ein aufwendiges Besucherzentrum des Unternehmens voestalpine.




Im österreichischen Linz eröffnete Ende 2009 ein neues Markenmuseum: die „voestalpine Stahlwelt“, ein aufwendiges Besucherzentrum des Unternehmens voestalpine.
Die Markenagentur KMS TEAM konzipierte und realisierte das Projekt für den international agierenden Konzern für Werkzeugstahl, Schienenherstellung und Weichentechnologie, in dessen Zentrum eine Ausstellung steht, die sich mit den Kernkompetenzen des Unternehmens, seiner Geschichte und dem Werkstoff Stahl auseinandersetzt. Planung und Realisation der Innenarchitektur sowie die Medienkonzeption und -produktion erfolgte in Zusammenarbeit mit jangled nerves aus Stuttgart.

Entstanden ist ein Markenmuseum, das den Werkstoff Stahl pompös und nicht ohne Eleganz zwischen martialischer Industrialisierungs- und minimalistischer High Tech-Ästhetik in Szene setzt. Vom Foyer aus öffnet sich der Blick nach oben in einen von Licht durchfluteten Schmelztiegel, in dem die abstrahierten Atome von geschmolzenem Stahl zu schweben scheinen: 80 verchromte Stahlkugeln mit einem Durchmesser von bis zu 2,50 Metern, die vollständig von einer 700 Quadratmeter großen LED-Hülle umgeben sind, vermitteln einen science-fiction-artigen Eindruck. Die multiple Oberflächenspiegelung der Lichthülle in und zwischen den Kugeln lässt die Grenzen zwischen realen Baukörpern und medialer Bespielung verschwimmen. Je nach Einspielung der Inhalte können Atmosphäre und Thematik der Ausstellung beliebig verändert und aktualisiert werden.
Die Anordnung der Kugeln gleicht der Molekularstruktur von Eisen. Einzelne Kugeln sind angeschnitten in den Ausstellungsparcours integriert und zeigen interaktiv Elemente aus der Welt des Stahls.

Im Turmbereich, in dem die unterschiedlichen Ebenen durch ein vertikales Förderband verbunden sind, das Stahlexponate transportiert, erhalten Besucher Einblicke in die Wertschöpfungskette von Stahl von der Roheisenerzeugung bis hin zum High-Tech-Produkt. Über Stege, die den Tiegel mit dem angrenzenden Turm verbinden, gelangt der Besucher von einem Ausstellungsbereichen zu anderen – vom Wissen über den Werkstoff zu den Stahlprodukten des voestalpine-Konzerns.

Die Gebäudearchitektur des Besucherzentrums nimmt sich zugunsten der Inszenierung der Metall-Moleküle zurück; aus dem Inhalt ergibt sich die Gestalt der Räume. “Mit der voestalpine Stahlwelt ist das erste Markenmuseum entstanden, das in erster Linie Geschäftskunden anspricht. Form und Inhalt sind zu einer Einheit verschmolzen.” so Michael Keller, Managing Partner KMS TEAM.


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