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Liebe, Hoffnung, Identität: Kunsthallen-Kampagne stellt große Fragen

Hochaktuell und emotional: Für die Hamburger Kunsthalle hat das Designbüro Heine/Lenz/Zizka eine Kampagne entwickelt, die den großen Fragen des Lebens mit Kunst begegnet.

Die Museen sind erneut geschlossen, die Kunst aber hallt nach. Besonders in Hamburg, wo Werke aus der Sammlung der Kunsthalle die Plakatwände der Stadt überziehen.

Caspar David Friedrichs »Wanderer über dem Nebelmeer« ist zu sehen, Duane Hansons lebensechte Skulptur eines Obdachlosen, Edvard Munchs »Mädchen auf der Brücke« (Abb. oben), Karl Schlesingers »Auswanderer fahren an Bord« oder ein Prunkstillleben von Willem Claesz.

Zehn Motive sind es insgesamt und sie alle stellen grundsätzliche Fragen über das Leben, darüber, was das Wesen der Freiheit ist, der Liebe, der Hoffnung, Macht oder Einsamkeit.

Einige dieser Fragen haben gerade während der Pandemie eine besondere Relevanz bekommen. Alle aber sind zentral und zeigen, dass sie die Menschen schon immer bewegen und dass die Kunst sich seit Jahrhunderten mit ihnen beschäftigt, sie umkreist und versucht, Antworten zu geben.

Kluge Kampagne

»Die großen Fragen« hat das Berliner Designbüro Heine/Lenz/Zizka die Kampagne genannt, die die Kunst nicht nur mitten unter die Menschen bringt, sondern auch von ihrer Zeitlosigkeit und Aktualität erzählt.

Sobald die Museen erneut eröffnen dürfen, werden in der Kunsthalle eine Reihe interaktiver Führungen wieder aufgenommen, die Fragen, die in der Kampagne gestellt werden, mittels mehrer Kunstwerke aus der Sammlung diskutiert. Für den 21. Januar 2021 ist das Thema Identität geplant, das in der Kampagne von einem Selbstbildnis von Anita Rée visualisiert wird.

Darüber hinaus stehen auf der Museums-Website Gedanken von Mitarbeiten, Volontären und dem Kunsthallen-Direktor Dr. Alexander Klar zu den jeweiligen Kampagnen-Motiven zur Verfügung.

Kunst im Mittelpunkt

Vor vier Jahren hatte Heine/Lenz/Zizka die neue Visual Identity der Kunsthalle gestaltet: mit einem flexiblen und dynamischem Wortlogo, das auf die jeweilige Ausstellung reagieren und sich wie ein Magnet an unterschiedlichsten Plätzen justieren kann.

Die damit verbundene Wiedereröffnung der Kunsthalle haben die Kreativen seinerzeit mit einer ebenfalls eindrücklichen Kampagne begleitet, in der auch die Kunst im Mittelpunkt steht.

 

 

 

 

 

Produkt: PAGE Digital 1.2019
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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Das ist eine wirklich wundervolle Idee. Ich wünsche mir, dass die Plakate nicht nur in Hamburg hängen, sondern auch in kleineren Städten in der ganzen Republik.
    Kunstinteressierte gibt es überall!

  2. Das ist großartig!

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