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Jetzt mit Mint: Rebranding bei der Deutschen Post

Lebendig, modern und mit Mint: Die Agentur Strichpunkt hat den Markenauftritt der Deutschen Post aufgefrischt.

Auf eine konsequent crossmediale Anwendung ausgerichtet, hat die Design- und Branding Agentur Strichpunkt den Markenauftritt der Deutschen Post erneut überarbeitet, von Social Media und anderen digitalen Anwendungen bis hin zu den Touchpoints vor Ort.

»Plakativer, aufgeräumter und moderner« soll das Redesign wirken. Und strahlt dabei zudem eine einnehmende Freundlichkeit und Vielfalt aus.

Im Mittelpunkt des neuen Corporate Design steht ein Layout-System innerhalb dessen das ikonische Posthorn-Logo und Info-Texte jeweils mit postgelben Kästen unterlegt sind. Sie passen sich den Bildwelten und anderen Hintergründen ebenso an wie Hoch- und Querformaten.

 

Post jetzt auch in Mint

Darüber hinaus stellt ein Illustrationsbaukasten unter anderem ein ganzes Spektrum von Personen zur Verfügung in der manche Bart, andere Zöpfe, Kopfhörer, Afro, Nerdbrille oder Perlenkette tragen, einen Bloggerinnen-Dutt oder stolzes Grau.

Eine Überraschung ist die neue Zusatzfarbe Mint, die in Illustrationen und Animationen verwendet wird, um Postdienste hevorzuheben oder Akzente zu setzen und auch in Ring- und Kurvendiagrammen zu sehen ist.

Die lebendige und charmante Hausschrift Delivery Bold wurde zur neuen Headline-Schrift und schafft einen visuellen Bezug zu der DPDHL Group und DHL.

Im Deutsche Post Brand Hub, der alle Markenelemente bündelt, erklärt und digital zugänglich macht, können Kreative auf alle Grundlagen der Marke zugreifen, auf Templates wie die überarbeiteten PowerPoint-Vorlagen, auf eine neue Sketch UI Library, übergreifende UI-Richtlinien für Websites, Apps oder Themen wie Barrierefreiheit.

Es stehen Templates zur Kommunikation in Filialen bereit oder Guidelines zur Erstellung von Social Media Posts. Gleichzeitig bieten zahlreiche Anwendungsbeispiele Inspiration.

Layouts per KI

Auf diese Neuerungen werden Toolkits zur intuitiven Erstellung von Bewegtbild-Medien und Social Media Posts entwickelt und anschließend in den Brand Hub integriert.

Zudem soll bis Ende 2022 ein Layout Creator entstehen. In den intelligenten und intuitiven DPDHL Group Brand Hub integriert, kann das KI-Tool automatisch Layouts kreieren.

Die PAGE berichtete hier darüber.

 

Produkt: PAGE 12.2014
PAGE 12.2014
Tipps und Inspirationen fürs Self-Marketing, wie Kreative die richtigen Farben finden, gelungene Umsetzungen von Single-Page-Websites, der Editorial Designer...

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Die Idee ist sehr interessant. Und der technische Aufwand hinter diesem System sicherlich enorm.
    Doch, wie so oft im Leben, ist etwas nicht unbedingt gut, nur weil es möglich ist.
    Meinem Empfinden nach, verstoßen Strichpunkt mit der Realisierung dieses Projekts schon einmal gegen das, wofür Design steht. Allein bei Begriffen wie „Baukasten“, „Templates“ oder „Layout Creator“, klappen sich mir die Fußnägel hoch.
    Ich weiß zufällig, dass mit den „Kreativen“, von denen hier die Rede ist, nicht die anderen kreativen / strategischen Dienstleister gemeint sind, damit diese sich bspw. besser im CI zurechtfinden und die inhaltliche / visuelle Kontinuität aufrechterhalten und weiterentwickeln können, sondern die Mitarbeiter/innen der Deutschen Post DHL Group. Jede/r Mitarbeiter/in im Konzern, der / die sich kreativ fühlt, darf nun ganz DIY im Branding und in den Werbemitteln mitmischen und publizieren.

    Aus wirtschaftlicher Sicht, war dieser Schritt ein geschickter Schachzug. Einerseits war die Entwicklung mit Sicherheit (zurecht) kostenintensiv und andererseits sind Wartung und Weiterentwicklung ganz klar eine fette Cashcow.
    Zusätzlich untermauert die Agentur damit ihre Monopolstellung als Lead der Deutschen Post. Schön für Strichpunkt. Das bedeutet aber auch, dass andere langjährige kreative Partner im Pool der DP, nach und nach verdrängt wurden / werden.

    Vielleicht denke ich nach all den Jahren in der Branche immer noch zu wenig mit den Ellbogen und nehme meine Rolle und Verantwortung als Designer zu ernst. Aber ich persönlich empfinde diesen Move als gierig, egoistisch und teils verantwortungslos.

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