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Hab ich was gegen: Kampagne zu Gesetz gegen Diskriminierung

Zu alt? Muslimin? Jude? Oder Gehörlos? Dass es in Deutschland Diskriminierung gibt, aber eben auch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz dagegen, zeigen TLGG Agency und 365 Sherpas in einer verblüffenden Kampagne.

Der Anzug knallgelb, das Anglerhütchen bunt, runde Brille auf der Nase und dazu immer ein Spruch auf den Lippen – und vor allem den Kampagnenslogan »Hab ich was gegen!«.

Denn schließlich sollte man so selbstverständlich wie der »Spezial-Beamter« aus der Kampagne der Agenturen TLGG und 365 Sherpas auf Diskriminierung in Deutschland reagieren.

Denn es gibt ganz offiziell die Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Und das mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das die Agenturen jetzt gemeinsam mit der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung (UBAD) Ferda Ataman bewerben.

Im Juli 2022 wurde das Amt der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung (UBAD) neu geschaffen und mit der Journalistin, Autorin und Gründerin des Diversity Kartell Ferda Ataman besetzt.

Nun soll eine Öffentlichkeitskampagne zeigen, was sich in Bezug auf Vielfalt und Diskriminierung in Deutschland getan hat, dass das eine Menge ist – und erneut auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hinweisen.

Das besteht bereits seit 2006 uns soll »Benachteiligungen aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechtes, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern oder beseitigen«.

Dennoch wissen zu wenige Menschen, dass Diskriminierung verboten ist und welche Rechte sie haben, sagt Ferda Ataman.

Das zeigt jetzt eine Kampagne in dessen Zentrum ein Clip steht, der in Form eines Videos und mit dem Komiker Hans-Joachim Heist von sieben realen Fällen von Diskriminierung erzählt. Alle wurde der Antidiskriminierungsstelle gemeldet.

Die Kampagne setzt auf den bissigen Humor von Heist, auf seine spitze Zunge und »die kleinen (extremen) Ausraster«, wie es von Antonia Meyer von 365 Sherpas heißt. Gleichzeitig sei er das sympathische Gesicht der Antidiskriminierungsstelle, mit dem sich niemand anlegen möchte.

 

Neben der Langversion des Videos gibt es verschiedene Kurzformen für Social-Kanäle. Einzelmotive werden Out of Home,  Online und in Print zu sehen sein.

Begleitet wird die Kampagne zudem von klassischer Medienarbeit, der Einbindung von Multiplikator:innen, einer Kampagnen-Website samt niedrigschwelliger Angebote wie dem Diskriminierungs-Check und der Beratungsstellen-Suche.

»Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen ist es für uns eine Herzensangelegenheit, mit der Kampagne einen Beitrag zu leisten und ein Zeichen zu setzen«, sagt Florian Kegel von TLGG. »Jedes Engagement kann dazu beitragen, Diskriminierung zu verringern und eine inklusivere und gerechtere Gesellschaft für alle Menschen in Deutschland zu schaffen.«

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