Durchatmen! – Aktion »Tagedieb«

Die Aktion »Tagedieb« in Krefeld fordert im öffentlichen Raum zu mehr Langsamkeit, Innehalten und Muße auf – mit Flugblättern, Schaukelstühlen und Installationen.



Bild Tagedieb Krefeld

Wir sind permanent am Twittern, Mailen, Meeten, Scrollen, Liken. Einfach nur aus dem Fenster schauen, durchatmen und nichtstun haben viele schon verlernt. Die Aktion »Tagedieb« in Krefeld setzt sich im öffentlichen Raum für die Entschleunigung ein.

Den Namen erläutern die Macher auf Ihrer Webseite: »ein Lebenskünstler, ein Müßiggänger. Er lebt nach seinen eigenen Regeln, seinem eigenen Rhythmus. Ein Tagedieb nimmt sich die Zeit, die er braucht.« Ein Menschentyp, der heutzutage rar geworden ist, meinen die Initiatoren der Aktion: »für viele ist es schwer ein Tagedieb zu sein. Die rasante Beschleunigung unseres Lebens in der heutigen Gesellschaft reißt uns mit sich. Alles muss sofort geschehen. Mal eben jemanden anrufen, schnell noch eine eMail versenden, kurz noch die Schule in acht Jahren und das Studium in drei Jahren beenden.«

Bild Tagedieb Krefeld

Um Multitasking und Infoflut – zumindest für einen Moment – zu unterbrechen, bannt »Tagedieb« die Aufmerksamkeit der Passanten mit Plakaten, Flugblättern und Installationen. So stellte »Tagedieb« zum Beispiel am Bahnhof Schaukelstühle auf, um die Wartenden zum Entspannen einzuladen. In Aufzügen schlagen Aufkleber »5 Minuten raus Luft schnappen« vor. Und eine Plakatserie betont, dass das Gehirn mindestens drei Sekunden Aufmerksamkeit für eine Sache braucht.

Zeit genommen hat sich das »Tagedieb«-Team auch für die Produktion der Print-Materialien. Alle Flugblätter und Plakate sind in Handarbeit hergestellt, was auf der Webseite fotografisch dokumentiert ist.

Bild Tagedieb Krefeld
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