Die Vermessung des Bodensees: Neues Museum Bodman-Ludwigshafen

Kartografie gilt, dank Google Maps und dem Trend zu verspielt-kreativen Datenvisualisierungen, längst nicht mehr als langweiliger Schulstoff. Im soeben eröffneten Stadtmuseum von Bodman-Ludwigshafen bietet die besondere Topografie des Ortes am nördlichsten Ausläufer des Bodensees nun den Zugang zur Ausstellung – in Form einer gigantischen, am Boden angebrachten Karte.




Kartografie gilt, dank Google Maps und dem Trend zu verspielt-kreativen Datenvisualisierungen, längst nicht mehr als langweiliger Schulstoff. Im soeben eröffneten Stadtmuseum von Bodman-Ludwigshafen bietet die besondere Topografie des Ortes am nördlichsten Ausläufer des Bodensees nun den Zugang zur Ausstellung – in Form einer gigantischen, am Boden angebrachten Karte.


Für das Museumskonzept war das Stuttgarter Atelier Brückner verantwortlich, beauftragt von der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen (die im Übrigen mit dem Namen Bodman Namensgeber des Bodensees ist). Die Ausstellung bezieht, typisch für das Atelier Brückner, mit interaktiven Tools und Medieninstallationen alle Sinne ein, um die Historie einerseits und Informationen zur aktuellen Lage des Ortes andererseits zu vermitteln.

Ein Multimedia-Guide führt den Besucher zu historisch interessanten Plätzen und Naturdenkmälern rund um Bodman-Ludwigshafen. Auch Sagen, Bilder, Musik und Filme werden so erfahrbar. Zudem gibt es Lupentische, ein interaktives Fundtagebuch zur lokalen Forschungsgeschichte und Schichtvitrinen, die verschiedene Kulturen mit ihren jeweiligen Funden präsentieren. Medial inszenierte Zeitfenster schaffen einen Dialog zwischen Museumsbesucher und der umliegenden Landschaft, und mittels Filmprojektion auf den Fenstern des Museumsgebäudes lässt sich das aktuelle mit dem historischen Erscheinungsbild vergleichen.
Nicht zuletzt kommen natürlich auch eine Reihe herkömmlich dreidimensionaler, historischer Exponate zum Einsatz, die, wie etwa die Unterwasserarchäologie mit Pfahlbauten aus der frühen Bronzezeit, auf der Bodenkarte ihrem jeweiligen Fundort zugewiesen sind.


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