Interview: Ain’t Magazine

»Ain’t« soll für Menschen interessant und relevant sein – anders als Werbung. Die Herausgeber des Independent-Magazins Lana Bragina und Kai Becker im Interview mit PAGE.



Bild Ain't Magazine

»Ain’t« soll für Menschen interessant und relevant sein – anders als Werbung. Die Herausgeber des Independent-Magazins Lana Bragina und Kai Becker im Interview mit PAGE.

Das »Ain’t Magazine« wird von Lana Bragina und Kai Becker in Hamburg herausgegeben. Ein liebevoll gestaltetes selfmade-Magazin, das halbjährig erscheint und sich jedes Mal einem anderen Motto widmet – aus den Bereichen »Kunst, Design, Sprache und Geschichten«, wie es auf der Website heißt. Spielerisch vereint das Projekt dabei die Arbeiten unterschiedlicher Künstler und Designer: die Beiträge sind stilistisch, technisch wie tonal bunt zusammengewürfelt und werden durch das übergreifende Thema doch zusammengehalten.

Für Ausgabe 1 lautete dies »Was machen die anderen?«. Jetzt ist Ausgabe 2 erschienen, in Form einer Schachtel, die mit ganz verschiedenen Inhalten gefüllt ist. Wir sprachen mit den Herausgebern – die nachfolgende Galerie gibt Einblicke ins Magazin.


PAGE: Was ist das »Ain’t« Magazin?

Lana Bragina, Kai Becker: »Ain’t« ist ein monothematisches Magazin, das wir als Projekt neben der Arbeit betreiben. Wir arbeiten beide in einer Hamburger Werbeagentur und wollten ein freies Projekt machen. Etwas, das für Menschen relevant und interessant ist. Denn Werbung kann das nie sein, egal wer so etwas behauptet.

Was war Ihre Inspiration für »Ain’t«?

Wir waren gemeinsam beim Offf 2010 in Paris. Da gab es ja Inspiration zuhauf. Uns wurde dort bewusst, dass es an der Zeit ist, etwas eigenes auf die Beine zu stellen, etwas neben der täglichen Arbeit. Relativ schnell war dann auch klar, dass es ein Magazin sein würde.

Wie entsteht eine Ausgabe des Magazins?

Wir machen uns Gedanken über das Thema und welches Format gut zum Thema passen könnte. Das wird fest definiert, und danach fragen wir Grafiker, Künstler, Autoren oder Texter, ob sie Lust haben, mitzumachen. Für ihre Beiträge haben alle  ca. 6 Wochen Zeit. Wir bringen dann alles zusammen und organisieren eine Release-Party, wo sich alle treffen und wir die Magazine verkaufen können.
Für »Ain’t« 2 war die Idee, das Magazin nicht als Heft zu drucken, sondern jeden Teilnehmer zu bitten, seinen Beitrag selber zu vervielfältigen und 60 Exemplare davon abzugeben, die wir dann in 60 von uns gestaltete Schachteln gelegt haben.

Gibt es gestalterische Vorgaben oder Richtlinien für die Mitwirkenden?

Nein, bisher gab es überhaupt keine Vorgaben – außer formatbedingte. Wir möchten, dass jeder das jeweilige Thema so interpretiert, wie er es für richtig hält. Wer eingeladen ist, kann im Prinzip machen, was er will. Bei »Ain’t« 2 hatten wir ja eine Schachtel als Format, und als deren Größe feststand, haben wir den Teilnehmern natürlich gesagt, dass ihre Beiträge in eine DIN A4 Box passen müssen und eine bestimmte Höhe nicht überschreiten dürfen.

Woher stammt die Idee für das Motto von Ausgabe 2 – »Verstecken«?

Generell suchen wir uns Themen, die möglichst viel assoziativen Spielraum erlauben. Die Idee zum Thema »Verstecken« kam spontan, als wir uns über Skype schrieben und in einem anderen Zusammenhang das Wort »Verstecken« fiel. Wir waren uns dann schnell einig, dass das ein super Thema für Ausgabe 2 sein würde.

Was dürfen wir in der Zukunft von »Ain’t« erwarten?

Zunächst planen wir eine Ausgabe 2.5, dort wird es um die Geschichten zu den Gegenständen gehen, die wir für unser Ausgabe 2 Teaservideo im Wald vergraben haben. Und momentan denken wir uns ein neues Thema und Format für Ausgabe 3 aus. Der Plan ist, dass »Ain’t« immer etwas anders ist und sich verändert. Es soll halt kein »Magazin von der Stange« sein.



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