Social-Media-Kampagne für Microsoft Smartphone KIN

Für die Microsft-Kampagne zum Smartphone KIN veranstaltet agencytwofifteen einen Facebook-Roadtrip



Den Wert von Facebook-Freundschaft hat Burger King mit Whopper Sacrifice bereits im vergangenen Jahr zur Diskussion gestellt. Damals forderte die Fastfood-Kette mithilfe von Crispin Porter & Bogusky die Community-Mitglieder auf, ihre Freunde gegen einen deftigen Burger einzutauschen. Dieses Jahr fragt Microsoft die User: Are we really friends with our friends? und sorgt mit der KIN-Kampagne »The Journey« für Gesprächsstoff.

Um die Frage zu beantworten, hat Microsoft ein Mädchen namens Rosa mit einem KIN-Smartphone ausgestattet und auf einen Roadtrip durch die US-Staaten geschickt. Auf ihrer Reise besucht sie Menschen aus ihren Social Networks. Ob Internetflirt, Poke-Herausforderer oder Sänger – Rosa trifft die absurdesten Typen und hält ihre Besuche mit dem KIN in Form von Videos und Twitterposts fest.

Die von agencytwofifteen entwickelte Kampagne soll zeigen, wie einfach Social Media-Inhalte mit dem KIN gemacht und gepostet werden können. »The Journey« können User sowohl auf der KIN-Website, auf Facebook, Myspace als auch auf Twitter verfolgen. Doch während Burger King den Facebook-Add-Wahn mit Charme auf die Schippe nahm, schafft es Microsoft zusammen mit den KIN-Partnern Sharp und Verizon nicht, den passenden Ton zu treffen. In den USA werden einige Videos als abschreckend diskutiert und Rosa als Stalkerin bezeichnet, als sie den Sänger Mayer Hawthorne besucht. So manch ein Kritiker dürfte sich in seiner Meinung bestätigt fühlen, dass Freundschaften in Social Networks oberflächlich und ohne Bedacht schnell geschlossen werden.

Zudem beweisen die Macher für dieses Projekt wenig Durchhaltevermögen, was aber gerade bei dieser Art von Kampagnen von Nöten wäre, um das Interesse hochzuhalten. Die Webisodes werden immer sporadischer eingestellt und die Facebook-Seite, auf der die Community-Mitglieder tatsächlich über Rosa diskutieren wollen, dient hauptsächlich zur Problembehebung für das KIN. Damit wirkt die Kampagnen-Durchführung trotz des regen User-Interesses herzlos.

Zum Launch des Internet-Explorers 8 zeigt Microsoft dafür umso mehr Sinn für Humor. Die verantwortliche Kreativagentur Wunderman, die bereits Awards für die Microsoft-Kampagne Megawoosh sammelte, hat für den Browser verschiedene Videos ins Netz gestellt, in denen Yeti, Nessie und Big Foot als Testimonials zu Wort kommen: »I just don’t leave no footprints.«


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