Homestory: So wohnt der Werber

Ein kleines bisschen Voyeurismus hat noch niemandem geschadet. Deshalb haben wir uns in den vergangenen Wochen bei Werbern, Designern und Typografen eingeladen und einen Blick in ihre Wohnzimmer geworfen.



Ein kleines bisschen Voyeurismus hat noch niemandem geschadet. Deshalb haben wir uns in den vergangenen Wochen bei Werbern, Designern und Typografen eingeladen und einen Blick in ihre Wohnzimmer geworfen.

»Wie lebt die kreative Klasse heute?« war die Frage – Antworten finden Sie vor allem in einem opulent bebilderten Artikel in unserer aktuellen Printausgabe PAGE 11.2010. Einen kleinen Vorgeschmack in Form der Wohung von Kai Röffen, Geschäftsführer bei kempertrautmann, gibt es hier.


Bestuhlter Rückzug

Arbeiten in der einen, leben in der anderen Rheinmetropole – das ist Alltag für Kai Röffen. Der Werber wohnt mit seiner Familie in Köln und pendelt jeden Tag nach Düsseldorf. Dort ist er seit Anfang dieses Jahres für kt West verantwortlich – eigenständige Tochter der Hamburger Kreativschmiede kempertrautmann. Ein solcher Wechsel – Röffen kam von der Netzwerkagentur TBWA – bedeutet, dass man sich große Ziele steckt, keine Frage.

 

Zuhause bei Kai Röffen aber ist der wichtigste Raum eher klein. „Nicht wirklich“, gibt der Agenturchef zu. »Aber um alles dort rein zu stellen, was mir wichtig ist, dann eben am Ende doch«, meint er und deutet kreatives Chaos an. Sein Zimmer sei ziemlich unaufgeräumt, sagt ausgerechnet ein Werber, der als Spezialist für Beauty.Kampagnen gilt. »Zumindest sagen das meine Kinder«. Was es nicht einfacher mache, sie selbst zum Aufräumen ihrer eigenen Zimmer zu motivieren, sagt ein Werber, der auch Familienvater ist. Auch hätten die Kinder wenig Verständnis für seinen Spleen, alle Arten von unterschiedlichen Stühlen in seinem Rückzugraum zu horten. »Sie sammeln zwar auch allen möglichen Unsinn, aber meine Macke, die können sie nicht verstehen.« Jeder Stuhl soll eine eigenen Geschichte erzählen? »Pah, Papa, das ist doch Unfug. Ein Stuhl ist ein Stuhl, basta«, werfen sie ihm an den Kopf. »Vielleicht haben sie Recht, aber nichtsdestotrotz fühl ich mich hier wohl. Mein Zimmer. Meine Stühle. Und jetzt Ruhe, Basta!«

 

 

 

 

 

 


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