Große Gehaltsstudie der Werbebranche

Erste Studie dieser Art: eine Kooperation von Gehalt.de, W&V und Designerdock – mit PAGE geteilt …



Gehälter der Kreativen, Werbebranche, Gehaltsstudie

Das Thema Gehalt ist in der Werbebranche bekanntermaßen ein schwieriges. Wo sich der eine zufrieden im Bürostuhl zurücklehnt, weil eine angemessene Entlohnung der eigenen Arbeit ausgehandelt werden konnte, ist jemand anderes aufgrund der Vergütung frustriert oder sogar ratlos. PAGE berichtet regelmäßig über aktuelle Gehälter von Kreativen. Jetzt wurde kürzlich eine umfassende Gehaltsstudie der Werbebranche 2017 veröffentlicht, eine Kooperation von Gehalt.de, W&V und Designerdock, die es in dieser Art zuvor noch nie gegeben hat.

Die Ergebnisse der Studie geben Aufschluss über die gesamte Branche Werbung und PR. Sie basieren auf 4.605 Gehaltsdaten aus Agenturen sowie 91.771 Datensätzen aus der Industrie und zeigen nicht nur Richtwerte in Bezug auf Agenturgrößen, Agenturtypen oder regionale Faktoren, sondern auch Gehaltsangaben einzelner Kreativberufe. Mit dabei sind beispielsweise diese für die PAGE Community besonders interessanten Bereiche: Art Director, Creative Director, Designer, Grafiker, Konzepter, Mobile- und App-Designer, Projektmanager, Reinzeichner, Texter, User Experience-Designer sowie Mediendesigner.

Hervorzuheben ist hierbei, wie es auch Dr. Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de, im Schlusswort anmerkt, dass »sich nicht jeder in den Zahlen wiedererkennen wird«. Wer deutlich weniger verdiene, hätte nunmehr einen Grund und Argumente, um erneut Verhandlungen über das Gehalt zu führen.

»Wir hoffen, dass wir mit unseren Auswertungen zur Sensibilisierung für dieses Thema innerhalb der Branche beitragen konnten«

so Bierbach. Ziel sei es, dass mehr Licht ins Dunkel der Vergütungslandschaft gebracht werden solle.

Teilgenommen haben viele junge Arbeitnehmer aus kleineren und weniger aus großen Agenturen. Das hat zur Folge, dass einige Gehälter niedrig erscheinen. Wir zeigen drei für die Designszene besonders prägnanten Gehaltstabellen – die unter anderem oben im Text genannten Bereiche kann man direkt aus der Studie entnehmen. Weiter unten lesen Sie eine kurze Zusammenfassung aller Ergebnisse.

 

Gehälter-Check

Im folgenden sehen Sie die Gehälter von Art Director, Designer und UX-Designer. Die Tabellen stammen aus der Gehaltsstudie:

Art Director (m/w)

Gehälter Art Director aus Studie 2017
© Gehalt.de
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Designer (m/w)

Gehälter Art Director aus Studie 2017
© Gehalt.de

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UX-Designer (m/w)

Gehälter UX-Designer aus Studie 2017
© Gehalt.de

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Erste Studie dieser Art

Zu Beginn zeigt sie einen Branchenvergleich, bei dem deutlich wird, dass die Werbebranche gar nicht mal schlecht dasteht – die Gehälter liegen im Durchschnitt des Marktes. Wobei sich das Einkommen im Osten Deutschlands unterhalb des Durchschnitts bewegt. Standortabhängigkeit ist immer noch ein großes Thema.

Wie zu erwarten brachten die Daten außerdem hervor, dass kleinere Agenturen weniger zahlen als große, da dort überwiegend junge Kreative mit noch wenig Berufserfahrung beschäftigt sind. Diese verdienen dementsprechend auch weniger beziehungsweise eine kleinere Agentur kann auch im Vergleich zu den großen Top-Agenturen, die viele Aufträge von namhaften Unternehmen an Land ziehen, weniger zahlen. Anmerkung der PAGE-Redaktion: Wobei es auch immer häufiger vorkommt, dass kleine Studios Riesen-Projekte für große Marken umsetzen. Im Bereich Packaging Design ist das besonders auffällig.

Interessant sind auch die Agenturtypen: Direktmarketing-Agenturen zahlen laut der Studie am meisten. Allerdings gibt es im Vergleich zu Werbeagenturen, Kommunikations- oder Mediaagenturen keine eklatant hohen Unterschiede.

Des Weiteren fällt immer noch der Gender Pay Gap ins Auge, insbesondere in den höheren Gehaltsklassen mit 13 Prozent. Im unteren Segment sind es 3,9 Prozent. Im Vergleich zu anderen Branchen eine eher schlechte Bilanz. Zur Info: 51 Prozent der Studien-Teilnehmer waren weiblich, 49 Prozent männlich.

Die Gehälter im Vergleich zeigen auch, dass Unternehmen aus der Industrie besser entlohnen. Diese Thematik erhitzte auch schon die Gemüter der PAGE-Community. Außerdem gibt es hohe Lohndiskrepanzen hinsichtlich der Betrachtung von Branchen-Spezialisten. Designer werden nach wie vor gering vergütet.

Allerdings tun sich Chancen für die Bereiche auf, die auch außerhalb der Agenturlandschaft gesucht werden: Die Nachfrage nach UX-Designern wird immer größer, was sich auch in den Gehaltsangaben widerspiegelt. Gerade dieser Berufszweig scheint zukünftig lukrativ.
Mehr Infos: UX Design


Die gesamte Studie gibt es direkt bei Gehalt.de auf der Webseite


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