»Ethik ist für VR Experience Designer ein absolutes Muss«

Bei der Entwicklung von VR-Erlebnissen verantwortungsvoll agieren: Empfehlungen von der israelischen Designerin Ayelet Batist …



Die israelische Designerin Ayelet Batist ist äußerst vielseitig. Sie arbeitet als Creative Leader bei der Jerusalemer Digitalagentur Lightricks, be­rät zudem Unternehmen als UX-Consultant und tritt als Mentorin einer Veranstaltungsreihe in Erscheinung, die Designer und Entwickler ermutigt, NGOs bei ihrer digitalen Auftritten zu unterstützen.

Ayelet Batist hat sich sehr eingehend mit der Forschung rund um Virtual Reality auseinandergesetzt und fordert Designer auf, bei der Entwicklung von VR-Erlebnissen verantwortungsvoll zu agieren.

Hier ihre Empfehlungen:

1) Informiert euch!
Als VR-Designer habt ihr viel Macht und könnt bestimmen, wie tief die User beeinflusst werden. Geht sorgsam mit dieser Verantwortung um und setzt euch mit den kurz- und langfristigen psychologischen Folgen von VR-Erlebnissen auseinander!

2) Tragt das Wissen weiter!
Gerade die Labs, die sich seit Jahren mit Experimenten rund um VR beschäftigen, müs­sen ihre Erkenntnisse an Designer weitergeben und sie damit in die Lage versetzen, die psychologischen Begleitaspekte zu verstehen.

3) Denkt an die User und testet sorgfältig!
Jeder UX Designer weiß, dass man den Nutzer ins Zentrum des Entwicklungsprozesses stellt und in Usertests nachvollziehen muss, wie reale Menschen auf die Anwendung reagieren. Im VR-Design muss man die Reaktionen der User auf das Erlebnis sehr genau beobachten, um kurz- oder langfristige Wirkungen zu erkennen. VR Experiences stehen irgendwo zwischen Game und Erlebnispark. Entsprechend sollte es zur Sicherheit der User – vor allem für Kinder – Altersbeschränkungen oder Warnhinweise geben, um sie vor zu immersiven Erlebnissen zu schützen.

4) Wählt die moralisch richtige Seite!
Arbeitet nur mit Leuten, Unternehmen oder Institutionen, die diese Tech­nologie im besten Sinne nutzen. Zum Beispiel in der Bildung, zur Therapieunterstützung, für die Umwelt oder einfach zur Unterhaltung. User sollen aus solchen Anwendungen Gewinn schöp­fen, sie dürfen nicht auf ihre Kosten gehen.

Mehr zum Thema: Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zur virtuellen Realität können Interaction und UX Designer bei der Entwicklung wirklich immersiver VR-Erlebnisse unterstützen

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