Bild-gegen-Bild

Ein Symposium und zwei Ausstellungen im Haus der Kunst, München, befassen sich mit der kritischen Analyse von Medienbildern gewalttätiger Konflikte.



Bild Haus der Kunst House of Osama bin Laden

Am 9. Juni eröffnet das Münchner Haus der Kunst zwei neue Ausstellungen: »Bild-gegen-Bild« und »Geschichten im Konflikt: Das Haus der Kunst und der ideologische Gebrauch von Kunst 1937-1955«. In beiden Ausstellungen treffen die globale Medienindustrie, künstlerische Reflexion und ideologische Macht aufeinander. Dieser Zusammenprall wird in einem zweitägigen Symposium näher beleuchtet.

Ausgehend vom Irakkrieg von 1990-91 nahm die Verflechtung von Geschichte, Bildproduktion und Politik eine ganz neue Dimension an. Mit Twitter, Facebook und anderen sozialen Echtzeit-Medien hat sich die Berichterstattung über globale Konflikte weiter gewandelt. Welchen Bildern kann man trauen? Welche politischen Absichten verbergen sich hinter bestimmten Bildproduktionen? Wie lassen sich Bilder gegenüberstellen? Und welche kritische Haltung nehmen Künstler ein?

Um diese und andere Fragen dreht sich das Symposium vom 9. bis 10. Juni. Tag 1 ist »Bild-gegen-Bild« gewidmet, Tag 2 »Geschichten im Konflikt: Das Haus der Kunst und der ideologische Gebrauch von Kunst 1937-1955«. Unter anderem diskutieren W.J.T. Mitchell von der University of Chicago, Marion G. Müller von der Jacobs University in Bremen, Tom Holert von der Akademie der Bildenden Künste Wien, der Künstler Tresor Paglen aus New York und der Künstler Roy Samaha aus Beirut. Außerdem Benjamin H.D. Buchloh von der Harvard University, Chris Dercon von der Tate Modern, London, und Harald Bodenschatz von der Technischen Universität Berlin – um nur ein paar der Sprecher zu nennen.

Das Symposium findet im Haus der Kunst am Sa/So, 9./10. Juni 2012 statt. Die Konferenzsprache ist Englisch. Der Eintritt kostet für beide Tage 50 Euro / Studenten 20 Euro, für einen Tag 30 Euro / Studenten 10 Euro. Der Besuch aller Ausstellungen ist jeweils eingeschlossen. Anmeldung erforderlich, bis 5. Juni unter events@hausderkunst.de oder Tel. +49 89 211 27 113.

Bild oben: The House of Osama bin Laden (Bedroom), 2003, Langlands & Bell

Bild Haus der Kunst House of Osama bin Laden

Bild: The House of Osama bin Laden (Bunker), 2003 Langlands & Bell


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