Photographs: Götz Diergarten im Museum Weserburg

Das Museum Weserburg zeigt mit »Photographs« bis zum 31. Oktober die erste große Einzelschau des Frankfurter Fotografen Götz Diergarten.



Das Museum Weserburg zeigt mit »Photographs« bis zum 31. Oktober die erste große Einzelschau des Frankfurter Fotografen Götz Diergarten.

Die Welt des Götz Diergarten besteht aus Fassaden. Aus denen belgischer Strandhäuschen oder deutscher Innenstädte, aus der Architektur britischer Bäder und europäischer Tunnel.

Sein Stil ist klar. Er hat das Objekt frontal im Visier und seinem dokumentarisch scheinendem Blick sieht man an, dass er bei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd Becher studierte. Allerdings bringt Diergarten die Farbe ins Spiel, ganz wie bei seinen amerikanischen Vorbildern Stephen Shore (siehe PAGEonline) oder William Eggleston.

»Ich bin Bilder-Finder und nicht Bilder-Erfinder«, sagt Diergarten über seine Arbeit und lenkt den Blick auf Eingangstüren, Schaufenster, Holzwände, auf Putz und Klinker, auf die alltäglichen Dinge, die Tag für Tag am Auge vorbeifliegen. Diergarten aber hält sie an – und bringt sie sogar zum völligen Stillstand. Er beobachtet sie ganz ruhig, festgezurrt in einen engen Ausschnitt, aufgereiht und ohne Ablenkung.

Ein Querschnitt durch sein Werk ist in dem Bremer Museum Weserburg zu sehen und seine aktuelle Serie METROpolis. Seit 2006 erweitert Diergarten darin seinen Blick und öffnet ihn für Interieurs europäischen U-Bahnverkehrs, für Bahnsteige, Tunnel, Gänge.

Im Hatje Cantz Verlag ist ein umfangreicher Katalog zur Ausstellung erscheinen. 160 Seiten, 98 farbige Abbildungen, Deutsch/Englisch.

Foto oben: Götz Diergarten, o.T. (Dannenfels), 1996 © 2010 Götz Diergarten

Götz Diergarten, o.T. (Kaiserslautern 2), 1996 © 2010 Götz Diergarten

Götz Diergarten, o.T. (Berlin, Potsdam, 5), 1994 © 2010 Götz Diergarten


Götz Diergarten, o.T. (Gouville II) 65, 2002 © 2010 Götz Diergarten


Götz Diergarten, o.T. (Gouville II) 59, 2002 © 2010 Götz Diergarten

Götz Diergarten, o.T. (Gouville II) 67, 2002 © 2010 Götz Diergarten


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