Neu und spannend: Swedish Photography in Berlin

Hört man Schweden, denkt man nicht automatisch an Fotografie. In Berlin aber öffnete jetzt die erste Galerie für Swedish Photography – und präsentiert eine pulsierende Szene.



Hört man Schweden, denkt man nicht automatisch an Fotografie. In Berlin aber öffnete jetzt die erste Galerie für Swedish Photography – und präsentiert eine pulsierende Szene.

Mit fünf bis sechs Ausstelllungen pro Jahr, Künstlergesprächen, Buchveröffentlichungen und einem kleinen Bookstore möchten Nina Grundemark und Kuratorin Dorothée Nilsson den schwedischen Fotografen einen internationalen Rahmen bieten. Zwanzig von ihnen vertritt die Galerie – von Aida Chehrehgosh, bekannt für ihre drastischen Inszenierungen über Edvard Koinberg mit seinen poetischen Pflanzenaufnahmen zu der Formalistin Tuija Lindström.

Ihren Berlin-Einstand gab Swedish Photography mit Joakim Eneroth und seiner Serie »Swedish Red«, in der sich heimelige schwedische Holzhäuschen als unheimliche Sicherheitstrakte entpuppen und die noch bis zum 30. Oktober zu sehen ist. Darauf folgt am 6. November »Far Too Close« von Martina Hoogland Ivanow, die in Berlin und Stockholm arbeitet und lebt. Bekannt ist sie als Modefotografin, veröffentlicht aber immer auch wieder Fotoessays und Serien wie »Far Too Close«, in der sie Familienbilder mit kargen Landschaften aus Sibirien, Japan, Argentinien zu einer Reflektion über Nähe und Distanz verbindet. Wie von Gaze überzogen sind ihre Ansichten, ob von einander zugewandten Frauen, Jugendlichen, Räumen oder eben abgelegenen, somnambulen Landschaften.

»Für mich bedeutet Fotografie mit dem Unterbewusstsein, mit der Technik aber auch mit der Wirklichkeit zu arbeiten«, sagt die Fotografin, deren Arbeiten in den ständigen Sammlungen des Victoria & Albert Museums in London oder des Moderna Museet in Stockholm zu sehen sind.

Die Szene in der schwedischen Hauptstadt ist agil, aber klein und international nur wenig durchdrungen. Ihre ikon-Galerie in Stockholm hat Grundemark deshalb vermietet – und Nilsson sagt: »Berlin ist sowieso so etwas wie die geheime Hauptstadt Skandinaviens«. Jetzt hat sie eine weitere Außenstelle bekommen, mitten im Herzen der Stadt im Kunsthof der Oranienburger Straße.

alle Fotografien aus »Far Too Close« von Martina Hoogland Ivanow

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