Microstock: Einnahmequelle auch für 3-D-Artists

3-D-Artists fertigen heute ihre dreidimensionalen Artworks, Illustrationen und Animation nicht mehr nur für Werbespots, Shorts oder Filme – als zusätzliche Einnahmequelle bieten immer mehr ihre möglichst generischen Stills und Animationen auf den Portalen von Microstock-Anbietern an.



Hausstaubmilbe © Sebastian Kaulitzki – Fotolia.com

 

3-D-Artists fertigen heute ihre dreidimensionalen Artworks, Illustrationen und Animation nicht mehr nur für Werbespots, Shorts oder Filme – als zusätzliche Einnahmequelle bieten immer mehr ihre möglichst generischen Stills und Animationen auf den Portalen von Microstock-Anbietern an. So hat sich etwa der Wahlberliner 3-D-Artist Sebastian Kaulitzki auf etwas ganz Besonderes spezialisiert. Seine mit 3D Studio Max, Adobe Photoshop oder Adobe After Effects erstellten anatomischen Animationen bietet er als Microstock-Material an. Da finden sich in seiner Galerie bei Fotolia Stock-Clips von rauschenden Blutplättchen oder auch Ansichten der weiblichen Anatomie. PAGE sprach mit Sebastian Kaulitzki über sein Spezialthema:

 

Wieso hast Du Dich gerade auf Körperdarstellungen spezialisiert? Das ist schon ziemlich aufwendig in 3 D herzustellen…

Ich habe mich schon immer sehr für die menschliche Anatomie interessiert. Mein Ansatz war aber vor Allem eine Thematik abzudecken, die den Fotografen größtenteils verwehrt bleibt. Das Gebiet war selbst unter den Millionen Bildern der Bildagentur Fotolia unterrepräsentiert und der Bedarf entsprechend groß. So konnte ich zielgerichtet ein großes thematisches Portfolio produzieren.

 

Rauschendes Blut © Sebastian Kaulitzki – Fotolia.com

 

Was sind denn die größten Herausforderungen oder Probleme bei anatomischen Darstellungen in 3 D? Es soll ja immer noch gut aussehen und nicht zu realistisch, das könnte Unkundige eher abschrecken…

Mein höchster Anspruch ist die fachliche Korrektheit. Bei manchen Motiven ist es sinnvoll wenn man einen weniger realistischen und dafür illustrativen Stil wählt, um die Abbildung für den Betrachter attraktiver zu machen. Illustrationen von Krankheiten dürfen gerne einen negativen Ausdruck vermitteln. Bei ästhetischen Eingriffen z.B. gilt das Gegenteil. Hier soll der Patient/Kunde natürlich überzeugt werden. Und das möglichst ohne viel Blut und abschreckendes Bildmaterial.

 

Aktive Nervenzelle © Sebastian Kaulitzki – Fotolia.com

 

Wo genau hast Du Dir das Wissen zur Anatomie angeeignet: Hast Du mit Ärzten gesprochen?

Ich arbeite viel mit Ärzten und Uni-Professoren zusammen. Mein Wissen habe ich mir autodidaktisch angeeignet. Anatomiebücher für Medizinstudenten haben auch bei mir ihren Sinn und Zweck nicht verfehlt.

 

Welche Themen bei der 3-D-Visualisierung könnten sich noch gut verkaufen?

Vieles was Fotografen nicht umsetzen können ist für den Grafiker oder 3-D-Artist eine Chance, Nischen für sich zu erschließen. Nanotechnologie, Wissenschaft, Medizin, Raumfahrt und abstrakte Themen lassen sich sehr gut weltweit vermarkten.

 

Menschliche Lungen © Sebastian Kaulitzki – Fotolia.com


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