Fotografen bald überflüssig?

Malt sich bald jeder, der einen Stift gerade halten kann, seine eigenen Fotos?



Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Mondgesicht – so hiess es früher bei Kinderkritzeleien. So ähnlich könnten in Zukunft Fotos entstehen, natürlich mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

Beim Grafikprozessoren-Hersteller NVIDIA in Kalifornien experimentiert man derzeit viel mit KI. So präsentierte die Firma kürzlich die Website This Person Does Not Exist. Bei jedem Seitenaufruf erscheint ein anderes Personenfoto, das komplett echt aussieht, aber aus mehreren Bildern zusammengesetzt ist. Die Anwendung basiert auf einem sogenannten Generative Adversarial Network (GAN), bei dem eine KI der anderen so lange gefälschte Bilder vorlegt, bis diese sie für perfekt befindet.

Noch verblüffender – und vielleicht auch furchteinflößender, was die Zukunft von Fake-Fotos angeht – ist aber NVIDIAs Anwendung GauGAN. Dazu braucht man nur ein paar Linien malen und für entstehenden Flächen entsprechende Inhalte auswählen, von Himmel über Wolken bis Wiesen, Felsen oder Strand. Perfekt also, um im Handumdrehen Skizzen in realistische Bilder zu verwandeln.

Die Bilder wirklich höchst realistisch, denn die KI weiß, wo sie Schatten oder Lichtreflexionen erzeugen muss, dass zu Bildern mit Schnee kahle Bäume gehören et cetera.

Pate für den Namen GauGAN stand übrigens der berühmte französische Maler Paul Gauguin. Ob der sich wohl gerade im Grabe herumdreht? Der 1903 gestorbene Künstler hätte sich derartige technische Zaubereien jedenfalls nicht in seinen kühnsten Träumen ausmalen können.

 

 

Realistische Reflexionen fügt die künstliche Intelligenz eigenständig ein

 

Landschaft zu langweilig? Malen wir doch noch imposante Berge in den Hintergrund!


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