Ein Tag am Meer…
…scheint gar nicht so weit entfernt zu sein, wenn man mit BelleMer arbeitet, der neuen Schrift von Hannes von Döhren.

Die raue Meereslandschaft und die Ästhetik der atlantischen Küstenregion dienten als wichtigste Inspirationsquelle für diese Schriftfamilie. Der Berliner Typedesigner Hannes von Döhren war schon immer fasziniert von den spezifischen Buchstabenformen, die man in Küstengebieten findet, und dem einzigartigen Charakter, den sie vermitteln. Aus diesen Beobachtungen heraus entwickelte er mit Unterstützung von Bernd Volmer ein Alphabet in zeitgemäßem Design. Die Schrift verbindet eine klare Struktur mit weichen Kurven und markanten, unkonventionellen Formen.

»Manchmal gleicht die Suche nach dem perfekten Buchstaben einer Schatzsuche in den Tiefen des Ozeans«, so Hannes von Döhren. »Aus einer unendlichen Vielfalt an Möglichkeiten muss man genau jene Formen ausgraben, die einer Idee ihren einzigartigen Ausdruck verleihen. Nur diese charakteristischen Details schaffen ein Gesamtbild mit hohem Wiedererkennungswert.«

BelleMer ist das Ergebnis einer solchen Suche und zeichnet sich durch viele unverwechselbare Zeichen aus – etwa das g und das y. Von Döhren integrierte bewusst Unregelmäßigkeiten in die Schrift, um einen lebendigen Rhythmus zu erzeugen. Das A beispielsweise hat einen besonderen Querbalken, und das S neigt sich nach rechts. Diese bewussten Symmetriebrüche verleihen der Schrift eine warme und menschliche Note. Jeder Buchstabe der BelleMer hat eine ganz eigene Persönlichkeit, die die visuelle Gesamtwirkung der Schrift maßgeblich prägt.

Mit fünf unterschiedlichen Stärken bietet die Schriftfamilie vielseitige Lösungen für vielfältige Gestaltungsanforderungen. Von Light bis Black bewahrt jede Schriftstärke ein ausgewogenes Verhältnis zwischen organischen Kurven und geometrischen Formen. Diese Hierarchie gewährleistet eine nahtlose Anpassung an alle Medien: Leichtere Schnitte legen den Schwerpunkt auf die Lesbarkeit im Fließtext, während die kräftigeren bei größeren Schriftgrößen für maximale Wirkung sorgen. Die Hauptstriche sind monolinear und mit winzigen, nach außen gerichteten Serifen versehen. Sie verleihen den ansonsten klaren und gleichmäßig gewichteten Linien eine subtile Lebendigkeit.


Ergänzend zu dieser eher soften Ästhetik, weisen die Buchstabenformen sowohl innen als auch außen abgerundete Ecken auf. So entstehen keine scharfen oder aggressiven Winkel und die Glyphen bekommen ein organisches und freundliches Erscheinungsbild.
Als Kontrapunkt zu den weichen Kurven integriert die Schrift dreieckige Elemente in ihre Struktur. Diese geometrischen Akzente finden sich in Buchstaben wie E, T oder L, wo sie traditionelle gerade Schnitte durch dynamische, abgewinkelte Enden ersetzen.

Ein Einzelschnitt der BelleMer kostet 50 Euro, alle fünf zusammen plus Variable Font 150 Euro. Lizensieren kann man sie direkt bei Hannes von Döhrens Foundry HvD Fonts.

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