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Neue Schriftfamilie Lapidaria

Andreas Stötzner hat bei MyFonts seine neue serifenlose Schriftfamilie »Lapidaria« herausgebracht.

Andreas Stötzner hat bei MyFonts seine neue serifenlose Schriftfamilie »Lapidaria« herausgebracht.

Es ist eine kühl anmutende Schrift mit geometrischer Anmutung, die jedoch nicht konstruktivistisch daherkommt. Vorbilder waren vielmehr die römische Kapitalis und die venezianische Renaissance-Antiqua, an welche Form und Proportionen der Gemeinen angelehnt sind.

Wer nach wie vor gerne Schriften wie Futura oder Gill einsetzt und gelegentlich vergebens nach Alternativen zu diesen Dauerbrennern gesucht hat, für den könnte die Lapidaria eine Alternative werden. Bei längeren Texten ergibt sie ein luftiges, ruhiges Satzbild, besonderes interessant ist sie aber im Auszeichnungssatz.

Die Lapidaria ist in drei Schnitten (Leicht, Normal, Halbfett) erschienen, aber (noch?) nicht als Kursive. Dafür gibt es aber etwas anderes, und das dürfte für Groteskschriften ein echtes Novum sein: einen Unzialschnitt, der in das übliche Groß-/Kleinbuchstabenschema integriert ist. Das eröffnet für Titelgestaltung und Firmierungen sicher neue Möglichkeiten.

Sämtliche Lapidaria-Fonts enthalten die für alle Eurolateinischen Sprachen nötigen Akzent- und Sonderbuchstaben sowie einen kompletten Griechisch-Satz.

Bei MyFonts sind Schriftmuster (29,90$) und der Freifont Lapidaria Medior Light erhältlich.

Produkt: PAGE 10.2020
PAGE 10.2020
Offene Worte finden ¬– Position beziehen! ++ Praxis: Inclusive Design ++ Kampagnen: Save the Civil Discourse! ++ Kreativ Awards in der Krise? ++ 3D-Events in der Cloud mit Unity ++ Webdesign: CSS-Hacks ++ Typo: deep fonts mit KI ++ Booklet: CD/CI-Ranking

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