Das Wortmuseum

Mehr über Finanzenfresser, Fettschwänze und Fickfacken erfährt man im Buch »Ungemein eigensinnige Auswahl unbekannter Wortschönheiten aus dem Grimmschen Wörterbuch«.



Ganz nach Lust und Laune wählte Peter Graf, Geschäftsführer des Verlags Das kulturelle Gedächtnis, aus den 34 800 Seiten des Grimmschen Wörterbuchs ein paar Tausend besondere aus und machte daraus ein 352 Seiten starkes Buch mit dem etwas sperrigen Titel: »Ungemein eigensinnige Auswahl unbekannter Wortschönheiten aus dem Grimmschen Wörterbuch« (ISBN 978-3946990116, 25 Euro). Während ausburzeln oder Flederflitzchen nur einige der vielen Wörter sind, von denen kaum jemand gehört hat, scheinen andere wie Arschgreifer in Zeiten von #MeToo hochaktuell. Überzeugend auch die Gestaltung von 2xGoldstein. Gesetzt in der Schrift Media77 von Optimo, zweifarbig gedruckt, gebunden und mit Kopffarbschnitt, Lesebändchen sowie einer Prägung versehen ist das Buch ein Muss für alle Wortliebhaber. Und da mit jeder Duden- Neuauflage einige Wörter verschwinden, ist es auch ein Stück Zeitgeschichte.


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Eine Antwort zu “Das Wortmuseum”

  1. Setzfehler sagt:

    Nicht nur in typografischer, sondern auch in sprachgeschichtlicher Hinsicht ein Kandidat für die Wahl der schönsten Bücher des Jahres der Stiftung Buchkunst, auf jeden Fall aber einen Beitrag in meinem Blog mit Verweis auf diesen Artikel wert!

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