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220 Ladenschilder und Schriften: Hamburg Alphabet – zehn Jahre später

2010 ist Chris Campe 1547 km durch Hamburg geradelt und hat Ladenschilder und Schriften fotografiert. Jetzt hat sie das wiederholt. So sah das Mandarin damals aus … und heute? Es ist enorm, was sich verändert hat.

Was ein Projekt! So spannend wie intensiv – und aufschlussreich.

2010 hat die Lettering-Artistin, Grafikerin und Illustratorin Chris Campe mehr als 1000 Hamburger Ladenschilder und Fassadenschriften fotografiert. Kreuz und quer ist sie dafür durch die Hansestadt geradelt, über 1500 Kilometer – und hat schließlich 220 ausgewählte Schilder in dem Buch »Hamburg Alphabet« gezeigt: Nachtclubs und Kirmes-Buden, Fischgeschäfte, Blumenläden, Apotheken oder Restaurants.

Zehn Jahre später hat Chris Campe sich erneut auf den Weg gemacht. Hat die 220 Schildern noch einmal fotografiert und entstanden ist dabei nicht nur ein erneuter typografischer Rundgang, sondern auch ein Zeugnis der Stadtentwicklung der letzten Jahre. Wo herrlich verwitterte Nischen wie das Mandarin Restaurant waren, Moped-Werkstätten oder in die Jahre gekommener Einzelhandel, sind Versicherungen eingezogen oder stehen Neubaufassaden.

»Mehr als 40 Prozent der Schilder aus dem “Hamburg Alphabet” sind seit 2010 verschwunden,« heißt es bei Chris Campe. »Manchmal wurden sie durch modernere ersetzt, manchmal ist nur noch eine leere, renovierte Wand zu sehen und manchmal ist nicht nur das Schild weg, sondern gleich das ganze Gebäude, an dem es hing.«

Typografisches Stadtporträt 2010 und heute

Schon im ersten Band sah man fehlende Buchstaben, Schilder verschwundener Geschäfte oder Fassadenschrift, die man nur noch erahnen konnte. Auf zehn Jahre begrenzt, zeichnet das neue Hamburg Alphabet aber ein prägnanteres Bild der Veränderungen.

Die spannenden Vorher-und Nachher-Bilder sind ab dem 6. März (18 Uhr, Finissage: 29.3., 14 Uhr) in Chris Campes Ausstellung »Was macht eigentlich? Hamburger Ladenschilder, zehn Jahre später« im Hamburger Enfants Artspace zu sehen.

Gleichzeitig erscheint zur Ausstellung eine aktualisierte Neuausgabe des »Hamburg Alphabet« mit einer limitieren Auflage von 250 Exemplaren. Hier kann man sie bestellen oder auch der direkt bei Chris Campe und ihrem Studio All Things Letters. Außerdem findet in der Ausstellung ein Lettering-Workshop mit Chris Campe statt: 29. März, 11.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Anmeldung unter workshops@allthingsletters.com

Hier das Mandarin Restaurant 2010 und heute:

Fassade Mandarin Restaurant Hamburg, 2010 und 2019
© All Things Letters / Chris Campe

 

Das St. Pauli Eck 2010:

© All Things Letters / Chris Campe

Das St. Pauli Eck 2019:

© All Things Letters / Chris Campe

 

Aus der Jungborn-Apotheke ist die Stern-Apotheke geworden:

© All Things Letters

Blick in das »Hamburg Alphabet« 2010 und heute:

© All Things Letters / Chris Campe

Buchcover:

© All Things Letters / Chris Campe
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