Touching Masterpieces: Beeindruckende VR für Blinde – und alle anderen

Wie ein kleines südspanisches Start-up drei der größten Meisterwerke der Welt auf ganz neue Art zugänglich macht, zeigt Touching Masterpieces.



»Bitte nicht berühren«, heißt es in den Museen weltweit. Mit Touching Masterpieces des kleinen südspanischen Start-ups NeuroDigital, das auf Virtual Reality spezialisiert ist, gilt jetzt genau das Gegenteil.

Mit dem Avatar VR Handschuh kann man die Nofretete, die Venus von Milo und Michelangelos David, die in virtuelle Objekte verwandelt wurden, abtasten.

NeuroDigital stattete den Handschuh mit einer speziellen Multi-Frequenz-Technologie aus, die die Form der Kunstwerke in Vibrationen wiedergibt, die speziellen Hautzellen angepasst sind.

Die Technologie wurde speziell für Sehbehinderte entwickelt. 36 Millionen sind blind geboren, 217 Millionen leben mit stark eingeschränktem Sehen und wollen sie Kunst erfahren, war ihr Erleben bisher auf gesprochene Beschreibungen beschränkt.

In der National Gallery of Prague konnten sie die neue Technologie jetzt ausprobieren – und auch für Sehende war es ein ganz besonderes Erlebnis.

Ludwig Borchardt vom Neuen Museum in Berlin, in der die originale Nofretete steht: »Plötzlich hatten wir den Kopf des lebendigsten aller ägyptischen Kunstwerke in unseren Händen«, sagt er, »und man kann mit Worten gar nicht beschreiben, was das für ein Gefühl ist.«

Unter Touching Masterpieces kann man sich die Modelle herunterladen. Die Installation selbst soll in naher Zukunft in weiteren Museen zu sehen sein.

 

 


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