TinyRiot! das Game zum digitalen Aufbegehren

 

Mal richtig Frust ablassen: Mit TinyRiot! fürs iPhone lassen die Japaner ihre Wut über die aktuelle Situation heraus. Die App erzeugt durch Schütteln des iPhones laute Heave Metal-Musik



 

Mal richtig Frust ablassen: Mit TinyRiot! fürs iPhone lassen die Japaner ihre Wut über die aktuelle Situation heraus. Die App erzeugt durch Schütteln des iPhones laute Heave Metal-Musik.

 

Analog zu 9/11 nennt man in Japan den 11. März nur noch 3.11, da er das Land ähnlich tief verändert hat. Die für ihre Zurückhaltung bekannten Japaner gehen aber langsam aus sich heraus: Zum ersten Mal demonstrieren einige gegen Atomkraft; für die von der Situation verunsicherten und überforderten Kids gibt es nun die Applikation um sich den Frust vom Leib zu tanzen.

 

TinyRiot! ist ein iPhone Game der Tokioter Agentur Qosmo, bei dem durch Bewegen und Schütteln des iPhones laute Heavy Metal-Samples erzeugt werden. Die Performance wird – wenn der User will – mit der Webcam aufgezeichnet und durch die Geodaten des Users auf einer Weltkarte platziert. TinyRiot ist zwar nur eine einzelne App, sie verkörpert aber als digitale Kanalisierung ein Stück weit den wachsenden Unmut in der japanischen Gesellschaft über die aktuellen Zustände, wie etwa die Informationspolitik oder die Verunsicherung über verstrahlte Lebensmittel.

TinyRiot! ist auch ziemlich populär: Die App war letzte Woche in den japanischen iTunes App-Verkaufscharts die Nummer 5.

 

Aus der Produktinfo: »Tiny Riot, your tiny riot, will take your frustration, all that pent up angst, anger, uncertainty and turn it unadulterated, jarring, and somehow incredibly releasing s.o.u.n.d. We made this app as a release for our frustration with the uncertainty of post 3.11 Japan.«


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