Kreative XXL-Anwendungen: Jenseits von A0

Ob Messestand, Werbekampagne oder CI-konforme Inneneinrichtung: Digitale Großformatdrucke erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Wir zeigen kreative Anwendungen in XXL.



Der Großformatdruck oder auch Large Format Printing hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Dank digitalem Tintenstrahldruck lassen sich heute kleine Auflagen oder auch Einzelstücke zu erschwinglichen Preisen realisieren – angefangen von riesigen Plakaten an Hochhäusern, über Baugerüstverhüllungen aus Mesh oder bunten LKW-Planen bis zum großformatigen Ausstellungsdesign. Large Format nennt man alles, was größer als DIN A0 ist, möglich sind derzeit Breiten von bis zu fünf Metern. Reicht das nicht, druckt man das Motiv unterteilt auf mehrere Bahnen, die anschließend zu einem großen Banner zusammengeschweißt oder -genäht werden. Hinsichtlich der zu bedruckenden Materialien ist fast alles möglich: Starre Bedruckstoffe wie Holz-, MDFoder Aluminiumplatten, Glas oder Metall ebenso wie flexible Materialien wie Textilien, Papier, Karton oder Folien.

Welche Tinte für welches Material?

Solventtinten Sie enthalten Lösungsmittel, die die Oberfläche des Bedruckstoffs aufrauen, sodass die Farbpigmente eine Verbindung mit dem Material eingehen. Dadurch sind die Produkte sehr haltbar sowie wasser- und kratzfest. Drucken kann man auf fast allen Materialien, denen das Lösungsmittel nichts ausmacht: Folien, Leinwände, Planen, MDF-Platten, Mesh. Durch den unangenehmen Geruch sind Solvent-Tinten nicht für den Innenbereich geeignet. Aufgrund der gesundheitsgefährdenden Lösungsmitteldämpfe, die vor allem bei der Trocknung der Drucke entstehen, dürfen sie nur in Räumen mit besonderen Lüftungsanlagen eingesetzt werden. Der Marktanteil der Solvent-Tinten geht mittlerweile stark zurück.

Eco- und Mild-Solvent-Tinten Ihnen sind weniger aggressive Lösungsmittel beigemischt, sodass sie unter Umständen auch für den Innenbereich in Frage kommen. Trocknungseigenschaften und Haltbarkeit sind ähnlich wie bei den Solventtinten. Mit ihnen lassen sich zahlreiche flexible Materialien wie Stoff und Folien bedrucken.

UV-Tinten Drucker, die mit diesen Tinten arbeiten, bieten sehr vielseitige Möglichkeiten und haben einen entsprechend hohen Marktanteil. Offene und geschlossene Oberflächen, starre und flexible Materialien – im UV-Druck geht fast alles. Nach dem Druck werden die Tinten durch die Bestrahlung mit ultraviolettem Licht gehärtet, die Produkte sind UV-beständig, wasser- und kratzfest und halten auch draußen viele Jahre. Für Innen sind UV-Tinten nur bedingt geeignet, manche sind alles andere als geruchsneutral. 

Wasserbasierende Tinten Sie sind gesundheitlich unbedenklich und daher bestens für Innenräume geeignet. Vor allem auf beschichteten Materialien erzielen sie gute Ergebnisse. Für Outdoor-Einsätze kommen sie nur in Frage, wenn sie durch Lack oder Laminierung geschützt werden.

Latextinten Auch die von HP entwickelten Latextinten auf Wasserbasis lassen sich drinnen, durch ihre spezielle Zusammensetzung aber auch draußen nutzen. Unlaminiert sollen sie dort bis zu drei Jahren, laminiert bis zu fünf Jahren halten. Bedrucken kann man mit Latextinten alle möglichen flexiblen Materialien, allerdings entstehen bei der Härtung der Latexfarben Temperaturen von etwa 90 Grad, die die Bedruckstoffe aushalten müssen. Seit Kurzem bietet HP mit der Latex-R-Serie Geräte, die auch starre Materialien wie Schaumstoff, Aluminium, Holz oder Glas bedrucken können.

 

Noch viel mehr Infos zum Thema Large Format Printing und jede Menge schöne Artworks finden Sie in PAGE 12.2018.

Für den Technologie- und Serviceanbieter Alexander Bürkle verwandelte die Designagentur Strichpunkt Baucontainer in kommunikative Außenflächen. Mit einem HP-Latex-Großformatdrucker und wasserlöslicher Tinte ließen die KreativenPVC- und Mesh-Planen bedrucken. Letztere kam auf den Seiten mit Fenstern zum Einsatz, das lichtdurchlässige Material sorgt für genügend Tageslicht in den Containern.


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