Günstige AR-Lösungen und -Services für Augmented Commerce

In PAGE 10.2019 berichten wir, welche AR-Konzepte und -Technologien rund um den E-Commerce jetzt schon überzeugen. In diesem Post finden Sie Universallösungen für kleinere Anbieter.



IKEA, Otto, Amazon und Co haben das Potenzial von Augmented Reality für den E-Commerce erkannt und investieren viel Geld in die Integration von AR in ihre Shopping-Apps und Onlineshops. Was können Digitalagenturen oder Freelancer kleineren Onlineshop-Betreibern anbieten?

Mit diesen Augmented-Commerce-Services lässt sich E-Commerce auch mit niedrigem Budget AR-fähig machen:

Snoopstar: AR-App für Verpackungen und Printprodukte

Heute »Schon gesnoopt?« Die AR-App Snoopstar bietet sich als Universallösung an, um Bilder auf Verpackungen, Plakaten oder Anzeigen, in Broschüren, Katalogen oder Magazinen zu erkennen und um interaktive AR-Inhalte zu ergänzen. Über den snooperator, eine leicht zu bedienende Online-Plattform, kann der Hersteller oder Händler eigene Produkte, Bilder und Objekte einstellen, konfigurieren und via Bilderkennung mit physischen Produkten verlinken.

Snoopstar möchte eine Plattform für so viele Augmented-Commerce-Inhalte wie möglich bieten und setzt auf Bilderkennung, über die die iOS- oder Android-App in der Datenbank hinterlegte AR-Objekte aktiviert. Durch die Bilderkennung stören hässliche QR-Codes, die früher als Marker dienten, nicht länger das Gesamtdesign und auch für den User ist die Handhabung denkbar einfach: App starten, Kamera draufhalten, Produkt anvisieren – und schon gibt es virtuelle Hintergrundstorys, Gewinnspiele, eine Verlinkung zu Social-Media-Kanälen oder weitere Verbraucherinformationen. Eine kostengünstige Alternative zur eigenen App.


Wanna Kicks: Anprobe mit Augmented Reality

Das weißrussische Start-up Wannaby aus Minsk weiß, wo beim Onlineshopping der Schuh drückt – man kann ihn nicht anprobieren! Mit der iOS-App Wanna Kicks bietet das Unternehmen nun eine AR-Anprobehilfe für Sneakers, mit der User über die Smartphone-Kamera virtuell jeden Turnschuh in der Wanna-Kicks-Datenbank auschecken können. Die Technologie dahinter lässt sich auch in jede Hersteller- oder Händler-App integrieren.

Anfangs setzte das Unternehmen auf Hand-Tracking und entwickelte daraus die AR-Commerce-Schönheitsanwendung Wanna Nails, mit deren Hilfe User virtuellen Nagellack mit realistischen Farben und Schattierungen auf die eigenen Nägel pinseln können. Anders als Gesichtserkennung und Gesichtsortung befinden sich Hand- und Körper-Tracking noch in einem sehr frühen Stadium, was das Start-up nur noch mehr anspornt, intensiv an Try-on-Tools wie Wanna Kicks zu arbeiten. Ein Lichtblick für die Fashion-Industrie, die gerade im E-Commerce mit hohen und kostspieligen Retourenquoten kämpft.


ModiFace: Make-up-, Haut- und Haarsimulationen via AR

Die Firma ModiFace aus Kanada ist spezialisiert auf Augmented Reality und künstliche Intelligenz im Bereich Beauty und startete 2007 mit der Idee, dass AR gerade in der Beautyindustrie extrem einschlagen würde. Über die Jahre entwickelte das Unternehmen auf Basis von Forschungsarbeiten der Stanford University das FACE AI SDK mit einer ausgesprochen präzisen Technologie für Echtzeit-Video-Tracking und und zur Analyse von Mikromimik oder Mikroexpression. 2018 wurde der AR-Spezialist von der L’Oréal-Gruppe übernommen. ModiFace produziert sowohl eigene Apps für Android, iOS und Windows, implementiert seine Technologien aber auch in Apps von Facebook und Amazon oder Kosmetikmarken wie Bobby Brown, wo Kundinnen virtuell ausprobieren können, was ihnen steht. Über eine API lässt sich ModiFace in die Apps der Vertriebspartner integrieren. Diese können dann eine unbegrenzte Anzahl an Kosmetikprodukten einsetzen.


Wie Augmented Commerce gerade technologisch an Fahrt aufnimmt und wie Onlineshop-Betreiber und Agenturen die neuen AR-Technologien einsetzen, lesen Sie in PAGE 10.2019.


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