Ausprobiert: Affinity Publisher Beta

PDFs importiert die Beta von Affinity Publisher so, dass Eigenschaften und Assets editierbar bleiben. Ein Importmodul von InDesign-Daten fehlt aber bisher.



Nach Affinity Photo und Affinity Designer, ihrer Photoshop- und Illustrator-Alternative, stellt die britische Firma Serif jetzt auch eine Layoutsoftware vor: Affinity Publisher – als öffentliche Betaversion für macOS (ab 10.11) und Windows (ab 7). Im Test lief sie stabil und funktionierte ohne Auffälligkeiten. Nur die Buttons zum Bearbeiten der Assets in Affinity Photo oder Designer sind noch ohne Funktion.

Der simple Aufbau des Tools dürfte auch bei Layouteinsteigern kaum Fragen aufwerfen. Wer sich mit InDesign auskennt, wird sofort mit Affinity Publisher zurechtkommen. Die Werkzeuge für den Textsatz lassen kaum Wünsche offen. Bei den Tabellen dagegen besteht dringender Handlungsbedarf: Zwar lassen sie sich umfassend gestalten, allerdings fehlt ein Import für Excel oder andere Formate. Selbst das Einfügen externer Tabellendaten per Copy-and-paste führt dazu, dass die Inhalte nicht mehr bearbeitbar sind.

Auch sonst fehlt es der Betaversion an Im- und Exportfunktionen: Affinity Publisher kann bisher nur seine eigenen Daten lesen und schreiben. Weder QuarkXPress- noch InDesign- beziehungsweise IDML-Dokumente lassen sich im- oder exportieren. Allerdings ist der IDML-Import in Arbeit, wie Serif erklärt. Ob er es schon in die erste finale Version schafft, sei jedoch fraglich.

Lobenswert ist das Handling von PDF-Dateien. Nicht nur die PDF-Ausgabe ist detailliert konfigurierbar, auch der Import macht Freude: PDF-Dokumente lassen sich fast vollständig editieren – Text und Objekte kann man bearbeiten, frei positionieren und skalieren. Das macht den Einsatz von Adobe Acrobat in vielen Fällen überflüssig. Wann und zu welchem Preis die finale Affinity-Publisher-Version erhältlich sein wird, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

 


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Eine Antwort zu “Ausprobiert: Affinity Publisher Beta”

  1. Skender Hajdari sagt:

    Ich habe auch getestet.
    Fast deprimierende Situation für InDesign-Nutzer, Adobe muss etwas sehr schnell unternehmen!!!
    Funktioniert sehr schnell,
    Ein perfekter «Viev Modus» – besser und schneller als XD, Illustrator und InDesign
    und PDF editieren, überzeugend: in paar Sekunden man kann ein Kompliziertes 100 Seiten PDF öffnen.
    Adobe sollte das Monopol und das Vertrauen der Abonnenten nicht missbrauchen.
    Wir investieren so viel in Grafik-Karten aber die sind für Adobe unsichtbar. Schade!!!

    Entschuldigung
    s.

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