Wolkenkuckucksheim bei 22birds in Köln

Das Frankfurter Duo Sounds of Silence hat den Designladen 22birds in Wolkenkuckkucksheim verwandelt – mit einer begehbaren Installation aus Drahtgittern, Keramik und neonfarbenen Fluchten.



Das Frankfurter Duo Sounds of Silence hat den Designladen 22birds in Wolkenkuckkucksheim verwandelt – mit einer begehbaren Installation aus Drahtgittern, Keramik und neonfarbenen Fluchten.

Petra Eichler und Susanne Kessler haben den Raum im Sinn. In ihrem Frankfurter Atelier entwerfen sie unter dem Namen Sounds of Silence  die unterschiedlichsten Szenarien für ihn. Für Droog Design pflanzten sie Bäume aus Papier, ließen bei einer Schmuck-Präsentation von Van Cleef & Arpels im Pariser Grand Palais einen Scherenschnitt-Garten wachsen und installierten für die Ruhezone der Tendence-Messe in Frankfurt eine schillernde Wolke aus Tesa-Rollen und Ruhewände mit Beschallung.

Für den Designermöbel-Laden 22birds hielten sie sich eng an den Namen – und an Aristophanes Komödie »Die Vögel« aus dem antiken Griechenland. Darin wird eine Stadt in den Wolken, in denen die Vögel in einer Art Zwischenreich leben, beschrieben. Sounds of Silence setzen diese als Installation aus wolkenähnlichen Objekten um, die aus Drahtgittern geformt und Teil eines Seilsystems sind, das sich bis in den hinteren Raum von 22birds zieht. Dort deuten Keramiktropfen Regen an und von dort aus können die Wolken auch bewegt werden.

Eine Installation, die an der Grenze zu verträumten Kunsthandwerk vorbei schrammt – auch, wegen der neonfarbenen Fluchten, die auf die Decke gemalt sind und die Niedlichkeit ebenso brechen wie die ruppigen Materialien.

Auf der Rückwand hat Michaela Kessler des desres design studio eine typographische Arbeit gestaltet, die interessant aussieht, sich gut reimt und dem Song »Emergency« des französischen Popsängers Yodelice entstammt. Schade nur, dass der politische Charakter von Aristophanes Stück, der mit Hilfe der Vogel-Metapher harsche Kritik an Athen übte, in Wolkenkuckucksheim verpufft zu seien scheint.

»cloud cuckoo land« ist noch bis zum 10. Oktober bei 22birds zu sehen.


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