The Copy Book

 
Hat das Bild in der Werbung das Wort nicht längst besiegt? Kein Mensch liest doch heute noch längere Texte, so das allgemeine Credo. Doch vielleicht ist es angesichts der alltäglichen Bilderflut, gegen die wir langsam aber unaufhaltsam abstumpfen, ja gerade Zeit für eine Renaissance der Worte.



Hat das Bild in der Werbung das Wort nicht längst besiegt? Kein Mensch liest doch heute noch längere Texte, so das allgemeine Credo. Doch vielleicht ist es angesichts der alltäglichen Bilderflut, gegen die wir langsam aber unaufhaltsam abstumpfen, ja gerade Zeit für eine Renaissance der Worte. Denn, so zeigt »The Copy Book«, gute Headlines ziehen einen bei weitem stärker in eine Anzeige hinein als Bilder, die man in Sekundenschnelle wahrnimmt, überblättert und wieder vergisst.

Die Neuauflage des zuerst 1995 erschienenen Essaybands des bri­ti­sch­en Werber- und Designerclubs D&AD gibt zu denken und inspiriert. Die Texter­bibel war übrigens immer gefragt, gebrauchte Exemplare wurden hoch gehandelt. Die neue Ausgabe ist inhalt­lich und gestalterisch komplett überarbeitet, die Seitenzahl von 178 auf 368 angestiegen. Das schuf nicht nur mehr Platz für die Abbildungen, die außerdem durch aktuellere Arbeiten ergänzt wur­den. Es kamen auch sechzehn Star­texter dazu, die alle sehr persönlich und mit oft unnachahmlichem Witz über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse berichten. Und keineswegs nur Wort-, sondern ebenfalls Bildgestalter, nicht nur Print-, sondern auch Internetwerber können von ihnen lernen, wie man mit Kampagnen packende Geschichten erzählt.

D&AD: The Copy Book. Köln (Taschen) 2011

368 Seiten. 39,99 Euro

isbn 978-3-8365-2831-3

Um zu beweisen, dass seine Behauptungen stimmen, legte sich Werbetexter David Abbott 1983 selbst unters Auto


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