Spenden leicht gemacht

Bewegt man sich durch die visuell opulente neue Microsite „Der Urwaldriese“ von WWF Deutschland, scheint die tropische Hitze beinah spürbar zu sein.



Bewegt man sich durch die visuell opulente neue Microsite „Der Urwaldriese“ von WWF Deutschland, scheint die tropische Hitze beinah spürbar zu sein. Die Offenbacher Agentur Zweipol hat für eine Spendenaktion der Naturschutzorganisation eine collagenartige Flash-Microsite mit Social-Media-Anbindung entwickelt, die spielerisch zum Geldausgeben für den Erhalt des Tropenwaldes auffordert.

Dabei kann jeder User gegen eine Spende zwischen drei und tausend Euro ein Tier oder eine Pflanze auswählen und – wahlweise mit dem eigenen Namen und den individuellen Beweggründen oder Kommentaren versehen – in einem virtuellen Baum platzieren.

Ein Zipfelfrosch ist hier schon ab 15 Euro erhältlich, eine Rafflesia-Pflanze mit dekorativ gefleckten Blüten für 45 Euro und ein Orang Utan für 500 Euro. Die kostenintensiven Wildkatzen sind leider – oder eigentlich: zum Glück! – schon vergeben. Je mehr Menschen spenden, desto größer wird der Baum und desto dichter seine Besiedelung. Anschließend lässt sich das neu erworbene Patentier per Twitter oder Facebook verschicken und die Kampagne selbst verlinken, sodass für ihre Verbreitung innerhalb der Zielgruppe gesorgt ist. Zudem kann ein Beitrag auch an Freunde verschenkt werden.

Mit jeder Spende trägt der Anwender also dazu bei, die Artenvielfalt im indonesischen Urwald virtuell zu vergrößern – und mit WWF-Projekten in der Realität zu sichern. Zudem bietet die interaktive Website bei tropischem Vogelgezwitscher im Hintergrund die Möglichkeit, den wachsenden Urwaldriesen und seine Bewohner zu erforschen und vermittelt dabei Wissenswertes über die Flora und Fauna des Regenwaldes.

Die interaktive Aktion animiert ohne erhobenen Zeigefinger oder apokalyptische Zukunftsvisionen zum Spenden, sondern bietet vielmehr einen positiven Anreiz, indem der User direkt sichtbar dabei helfen kann, den Tropenwald zu erhalten. Und wer wäre nicht gern einmal im Besitz eines Röhrennasenflughundes? Nicht zuletzt dürfte das Patentier auch als digitales Statussymbol fungieren, wenn sich der Spender mit diesem und mit seinem lobenswerten Engagement für den Erhalt der Natur in seinem sozialen Netzwerken schmückt – Farmville war gestern.


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