Schrift und Macht

Das Thema ist ihm nicht neu: 2008 veröffentlichte Andreas Koop beim Verlag Hermann Schmidt Mainz das Buch „NSCI“ über das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten. Jetzt legt er einen For­schungsbericht vor, der am Institut Design2context von Ruedi Baur an der Zürcher Hochschule der Künste entstand – parallel zu Arbeiten in den beiden Designbüros, die Koop in

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Das Thema ist ihm nicht neu: 2008 veröffentlichte Andreas Koop beim Verlag Hermann Schmidt Mainz das Buch „NSCI“ über das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten. Jetzt legt er einen For­schungsbericht vor, der am Institut Design2context von Ruedi Baur an der Zürcher Hochschule der Künste entstand – parallel zu Arbeiten in den beiden Designbüros, die Koop in Nesselwang im Allgäu und München führt.

Im ersten Teil geht es zurück in die Geschichte: Von der Durchsetzung der karolingischen Minuskel durch Karl den Großen über Ludwig XIV., welcher sich als erster Herrscher eine exklusive Haus­schrift entwickeln ließ, bis zu Kemal Atatürk, der in der Türkei die Umstellung von der persischen auf die lateinische Schrift erzwang. Der zweite Teil des Buches ist eher analytischer Natur. Hier werden zum Beispiel die Briefbögen staatlicher Repräsentanten, Urkunden aller Art oder die Titelseiten von Verfassungen verglichen und analysiert. Die Publikation, die ahnen lässt, welches Potenzial die noch junge Disziplin Designforschung hat, lässt sich über www.koop-andreas.de direkt bestellen.

Andreas Koop: Schrift und Macht. Nesselwang/München (designgruppe koop) 2009, 151 Seiten. 25 Euro


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