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Goldener Avocado-Bagel für mehr Klimaschutz

Who Wants To Live Forever? Tim Bengel präsentiert einen Avocado-Bagel aus Gold – CO2-neutral hergestellt mit dem Hamburger Ökostrom- und Kompensationsanbieter enyway und als Aufruf zu mehr Klimaschutz.

Bild: www.TobiasA.de

Wie man selbst auf der Berlin Art Week Aufmerksamkeit erreicht, das weiß der Künstler Tim Bengel anscheinend.

Und zwar mit einem Avocado-Bagel, 3D-gescannt nach einem, den er selbst auf dem Teller hatte und anschließend in Gold gegossen: in zwei Bagelhälften mit Kürbiskernen, belegt mit Tomatenscheiben, mit mehreren Blättern Rucola, Zwiebelringen und Avocadoscheiben.

Fast 2.5 Millionen Euro soll die Millennial-Skulptur mit dem Titel »Who Wants To Live Forever« wert sein, wurde auf der Art Week passenderweise im Berliner Avocado Club gezeigt und geht jetzt auf eine Tour um die Welt.

Entstanden ist die Skulptur verbunden mit einem CO2-Ausgleich des Hamburger Unternehmens enyway. Das errechnet, wie hoch der persönliche CO2-Verbrauch im Jahr ist und wie viele Bäume im Projektgebiet von enyway auf Borneo wachsen müssen, um genau diese Menge CO2 aus der Luft zu holen und sie nachhaltig in ihrem Holz zu speichern.

Problemfrucht Avocado

Tim Bengel möchte mit seiner Gold-Skulptur unterstreichen, dass die sogenannte Generation Y, der er selbst angehört, einerseits dafür steht, Wert auf »Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit« zu legen, gleichzeitig aber an den eigenen Ansprüchen scheitert.

Die Avocado – auf Bagel oder Toast – ist ein Signet der Millennials. Und ein Konsum mit schwerwiegenden Folgen, da der Anbau bedenkliche Mengen an Wasser verbraucht.

Tim Bengel selbst verweist dabei auf die Geschichte von König Midas, der so sehr von Gier getrieben war, dass er sich wünschte, alles zu Gold werden zu lassen, was er berührt und so fast verhungert wäre.

Nicht nur die Goldskulptur ist mit Hilfe von enyway komplett CO2-neutral entstanden, auch seinen eigenen CO2-Fußabdruck hat Tim Bengel ausgeglichen indem er seinen Arbeitsplatz und auch die Emissionen seiner Reisen und Arbeitsmaterialien kompensiert hat.

Da kann man nur hoffen, dass ein besonderes Augenmerk auch auf das 18-karätige Gold geworfen wurde, das er verarbeitet hat. Denn nur ein verschwindender Anteil des Goldabbaus ist nachhaltig, der Rest ist immer wieder auch mit Umweltzerstörung verbunden, mit Kinderarbeit und Ausbeutung.

Bild: www.TobiasA.de Bild: Steffen Jahn_2020 Bild: Steffen Jahn_2020 Bild: Steffen Jahn_2020

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