Jens Knigge | Le Thoronet – La Tourette

20120829 - 20121013

Johanna Breede, Berlin
Ausstellung
www.johanna-breede.de

 

Synergie der KünsteRomanisches Mauerwerk, Rundbögen und Würfelkapitelle neben Quadern, Pfeilern und Wandflächen aus Beton – Jens Knigge portraitiert in seinen Photographien zwei auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Bauwerke.



Synergie der Künste

Romanisches Mauerwerk, Rundbögen und Würfelkapitelle neben Quadern, Pfeilern und Wandflächen aus Beton – Jens Knigge portraitiert in seinen Photographien zwei auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Bauwerke. Die Zisterzienser-Abtei Le Thoronet wurde zwischen 1160 und 1190 nach den Vorgaben von Bernhard von Clairvaux in der Provence erbaut. Durch die Verwendung des örtlichen Kalksteins hat der unbekannte Baumeister die in mehreren Ebenen gestaffelte Anlage in die Umgebung eingebunden, während der weltberühmte Architekt Le Corbusier 1956-60 mit dem Konvent Sainte-Marie de la Tourette einen die Landschaft beherrschenden Solitär erschuf. Einem gestrandeten Raumschiff gleich liegt der kompakte Großbau, Ausbildungsstätte der französischen Dominikaner, an einem abfallenden Hang auf dem Gelände eines ehemaligen Landgutes bei Lyon. Für den Minimalisten Le Corbusier war Le Thoronet gleichwohl Vorbild, eine »Architektur der Wahrheit, der Stille und der Stärke«. Um die konzeptionelle Reinheit und Geistigkeit der mittelalterlichen Sakralkunst in zeitgenössische Raumvorstellungen zu überführen, nutzte er das geometrische Element des Quadrats, etwa für die wabenartigen Öffnungen der Wohnzellen an den Außenfassaden wie für die Wände der Gemeinschaftsräume mit ihrem rhythmischen Wechsel aus offenen Glasflächen und geschlossenen Betonplatten.

Eröffnung: Mittwoch, 29. August 2012, 19 Uhr, in Anwesenheit des Künstlers

Abbildung oben: Couvent de La Tourette – Dachterrasse/ © FLC/VG Bild-Kunst © Jens Knigge, 2011


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