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Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode

Wie ein ethisch vertretbarer Kleiderschrank ausschauen könnte? So sicherlich nicht.

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Taslima Akhter, The life and struggle of Garment workers, Garment worker at her working place, Narayangonz, Bangladesh, 2008, © Taslima Akhter

90 Prozent unserer Kleidung wird in Billiglohnländern hergestellt. Maximal zwei Prozent Lohn erhält ein Textilarbeiter bei der Kalkulation eines Kleidungsstückes. 7.000 verschiedene Chemikalien werden während des Produktionsprozesses verwendet.

Mode in erschreckenden Zahlen. Mode, die man so nicht mehr tragen möchte. Mode, die sich durch eine schlechte Umweltbilanz und nicht zuletzt vor allem durch fürchterliche Arbeitsbedingungen auszeichnet. Fast Fashion eben …

Das Museum für Kunst Gewerbe Hamburg MKG diskutiert die Schattenseite der Mode in der Ausstellung »Fast Fashion«, die am Donnerstag, 19. März 2015 eröffnet wird.

Sie setzt sich kritisch mit der Textilindustrie auseinander und beschäftigt sich mit den ökologischen und sozioökonomischen Folgen. Die Ausstellung führt ihre Besucher durch einen Parcours und beleuchtet die gesamten Konsumprozesse während der Produktionsphase eines Kleidungsstückes. 30 Fachessays – betitelt als Magalog (Katalog im Magazinformat) ergänzen die Ausstellung mit Beiträgen, Abbildungen und Grafiken.

Doch das MKG zeigt nicht nur die Fast Fashion, sondern auch die Bewegung der Slow Fashion. Hier erfährt der Besucher, wie ein ethisch vertretbarer Kleiderschrank aussehen könnte. Stichworte: nachhaltig, regional und kurze Produktionskette.

Die Bilder der Schattenseite der Mode sind erschreckend real und dürften den ein oder anderen Besucher mindestens nachdenklich stimmen und hoffentlich zum Umdenken bewegen!

Bis zum 20. September 2015 können Besucher die Arbeiten von diesen beteiligten Künstler anschauen: Taslima Akhter, Susanne A. Friedel, Christin Losta, Tim Mitchell, Elisa van Joolen, Manu Washaus, Paolo Woods.

Hier vorab eine kleine Auswahl von Bildern.

Susanne Friedel, beyond fashion I, 2012, Piezo-Pigment-Print von analoger Vorlage
Bild: Susanne A. Friedel
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Susanne Friedel, beyond fashion III, 2012, Piezo-Pigment-Print von analoger Vorlage
Bild: Susanne A. Friedel
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Susanne Friedel, beyond fashion V, 2012, Piezo-Pigment-Print von analoger Vorlage
Bild: Susanne A. Friedel
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Susanne Friedel, beyond fashion VI, 2012, Piezo-Pigment-Print von analoger Vorlage
Bild: Susanne A. Friedel
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Tim Mitchell, Clothing Recycled, 2005
Bild: Tim Mitchell
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Tim Mitchell, Other factories house heavy old power looms used for weaving shoddy blankets. Shoddy weaving expanded rapidly in the 1980s, using machinery imported from Italy and Poland, 2005
Bild: Tim Mitchell | www.timmitchell.co.uk
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Tim Mitchell, Women cut up jumpers, jackets and coats using traditional vegetable cutters. Garment labels advertising expensive brand names and global origins are discarded as worthless information, 2005
Bild: Tim Mitchell | www.timmitchell.co.uk
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Taslima Akhter, Death of A Thousand Dreams, Protest against Rana Plaza Collapse. Relatives of Rana Plaza’s workers are demanding justice, Savar, Bangladesh, 2013
Bild: Taslima Akhter
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Taslima Akhter, Death of A Thousand Dreams. Missing worker Rina’s (18) Mother still waits for her missing daughter in front of the barricade. Debris of collapse is on the other side of the barricade, Savar, Bangladesh, 2013
Bild: Taslima Akhter
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Taslima Akhter, The life and struggle of Garment workers, Garment worker at her working place, Narayangonz, Bangladesh, 2008
Bild: Taslima Akhter
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Taslima Akhter, The life and struggle of Garment workers, 11 member of a garment worker’s family share the same room to survive, Mirpur, Bangladesh, 2009
Bild: Taslima Akhter
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