Konferenz für Hacker, Designer und Ingenieure

Erfinden und Selbermachen: Unter dem Motto »Create. Art and Technology« zeigt eine Konferenz, wie sich Elektronikbauteile und Programmierumgebungen als gestalterische Werkzeuge einsetzen lassen.



Bild Create.

Erfinden und Selbermachen: Unter dem Motto »Create. Art and Technology« zeigt  eine Konferenz, wie sich Elektronikbauteile und Programmierumgebungen als gestalterische Werkzeuge einsetzen lassen.

3D-Printing, Prototypen, interaktive Medien, wearable technology, Markenkommunikation, Ausstellungsdesign, elektronische Musikinstrumente – um all das und viel mehr dreht sich die Konferenz »Create. Art and Technology« vom 4. bis 6. November in Berlin.

Gute Ideen, verschiedene Materialien und digitale Techniken ermöglichen es heute, in kurzer Zeit innovative Produkte zu entwickeln – vorrausgesetzt, man weiß wie. Auf der Konferenz sollen sich Architekten, Designer, Künstler und Ingenieure zusammenfinden und sich über die Grenzen ihrer Disziplinen hinaus austauschen.

Organisator Anton Mezhiborskiy erklärte uns die Idee der Konferenz:


Worum geht es bei »Create. Art and Technology«?

»Create. Art and Technology« ist eine Konferenz für Designer, Elektronikfrickler, Künstler und Ingenieure, die Elektronikbauteile, Mikrocontroller und Programmierumgebungen wie Processing als gestalterische Werkzeuge einsetzen. Das Thema spricht nicht nur Interactive Designer, Developer und Gestalter an, sondern ist interessant für ein breiteres Publikum.

Wieso brauchen wir gerade jetzt eine Konferenz zu diesen Themen?

Weil immer mehr Leute nicht nur konsumieren wollen, sondern selbst Dinge erfinden. Sie können im Laden nicht finden, was sie brauchen und bauen es deshalb selbst: Designer programmieren individuelle Werkzeuge für die Gestaltung ihrer Produkte. Sie entwickeln neue Ideen – und stellen die Prototypen ihrer Produkte gleich selbst her. Musiker, die sich anders ausdrücken wollen als über industriell hergestellte Standardinstrumente, basteln sich das zusammen, was sie brauchen und erfinden so ganz neue Instrumente. Künstler entwickeln interaktive Installationen, die es so bisher nicht gab.

Kurz: Immer mehr Leute arbeiten an interdisziplinären Projekten, die Grenzen zwischen den einzelnen Fachgebieten, zwischen Programmierern, Ingenieuren und Künstlern verschwimmen. Viele haben ähnliche Fragen, manche haben mehr Erfahrung, andere stehen noch ganz am Anfang. »Create« bringt diese Leute zusammen, weil es sonst kaum Möglichkeiten zum Austausch gibt.

Wird denn eher ein künstlerischer oder eher ein Design-Aspekt im Vordergrund stehen?

Diese Unterscheidung spielt für uns keine so große Rolle. Wir haben sowohl Künstler eingeladen, die einzigartige Installationen und Kunstwerke zeigen, als auch Designer, deren Produkte sich in großen Stückzahlen produzieren lassen. Bei anderen lässt sich nur schwer sagen, ob sie nun Kunst oder Design machen. Wichtig ist uns, dass es Menschen sind, die kreativ und hartnäckig ausprobieren und immer wieder neu kombinieren. Erst dadurch entstehen die neuen und einzigartigen Werke, um die es bei »Create« geht.

Was erwartet die Teilnehmer?

Künstler, Designer, Programmierer und Hacker aus Deutschland, den USA, der Schweiz, Italien und Holland stellen ihre Projekte vor. Eröffnet wird die Konferenz von Chris Taylor (Sparkfun),  der in seiner Keynote über die rasante Entwicklung von Open Hardware in den letzten Jahren und die Aussichten für die Zukunft spricht.

Im Programm stehen Vorträge und Workshops, Performances von Musikern und eine Kunstausstellung. Darüber hinaus soll es vor allem Platz für Fragen und Antworten geben und für den Austausch zwischen Leuten, die an ähnlichen Projekten arbeiten.

Die Workshops waren sehr begehrt, da sind inzwischen leider alle Plätze ausverkauft. Nach wie vor kann man aber Tickets für die Konferenz kaufen und an den Präsentationen und Performances teilnehmen.


Mehr Informationen zum Programm gibt es hier. Die Tickets für »Create. Art and Technology« kosten 60 Euro.

Bild Create.

Bilder: © Niklas Roy Vinciane verguethen


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