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Back to real life: Ausstellungskonzept zu Handynutzung

Mit ihrem modularen Ausstellungskonzept »Squared Eyes« konfrontieren Seraphina Schidlo und Anne Frauendorf Reisende an Bahnhöfen mit ihrer Handynutzung.

Quadratischer Info-Flyer mit Sticker
Zum Mitnehmen gibt’s einen kleinen Flyer mit Tipps und Tricks zur Reduzierung der Bildschirmzeit. Im Inneren befindet sich ein Sticker, auf der Rückseite ein QR-Code zum Download der Squared-Eyes-App

HfG Schwäbisch Gmünd. Von der wegweisenden Erfindung, die uns einen grenzenlosen Zugang zur großen weiten Welt und deren Wissen ermöglicht, zum Zeitfresser – Smartphones sind Fluch und Segen zugleich und als solche Thema der Bachelorarbeit von Seraphina Schidlo und Anne Frauendorf im Studienfach Kommunikationsgestaltung. Unter dem Titel »Squared Eyes« entwickelten die zwei Studentinnen ein modulares Ausstellungskonzept für Bahnhöfe, das Reisende mit ihrer Handynutzung in typischen Wartesituationen konfrontiert.

Über eine informierende Texttafel startet man in die halb offene Fläche, auf der sich überall verteilt kleine Mitmachstationen befinden: eine Videoanimation und ein Selfieautomat beispielsweise, der den Besucher:innen per Zufallsgenerator Charaktere wie »Quasselstrippe« oder »Serienjunkie« zuordnet. Oder eine Station, an der sie die eigene Bildschirmzeit auf ein Jahr hochrechnen lassen und als gedruckten Kassenzettel mit nach Hause nehmen können – als Erinnerung oder als Anstoß zur Selbstreflexion. Das Format soll bewusst machen, dass wir unsere Mediennutzung zwar selten mit Geld, immer aber mit Zeit bezahlen.

Die Außenwände von Squared Eyes dienen hingegen der reinen Wissensvermittlung. Hier und auf dem Boden der Ausstellungsfläche finden sich QR- Codes mit weiterführenden Inhalten, unter anderem zur zugehörigen App. Diese soll langfristig dabei helfen, die eigene Screentime zu reduzieren. Außerdem gibt es einen Flyer mit entsprechenden Tipps inklusive Sticker fürs Handy, der an das nötige Digital Detox erinnern soll. Der Appell der Absolventinnen: »Relevanzen überprüfen, um die Bildschirmzeit zu reduzieren, und die neu gewonnene Freizeit in vollen Zügen genießen.«

Anne Frauendorf (www.anne-frauendorf-design.com) arbeitet seit August 2020 als Freelancerin für das Designbüro jürgen x. Albrecht, Seraphina Schidlo ist akademische Mitarbeiterin an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd und zudem als Freelancerin tätig

 

 

 

 

 

 

Kassenbonausdruck zur Bildschirmzeit mit QR-Code
Die Hochrechnung der eigenen Bildschirmzeit aufs ganze Jahr dürfte viele aufrütteln. Gleichzeitig wird ein Highscore des Tages unter allen Teilnehmenden ermittelt, der sich per QR-Code einsehen lässt
Pappmodell eines Moduls mit Sitzbank und Infowänden
Für die passende Bahnhofsatmosphäre sorgt eine Sitzbank.

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