Von Aalto bis Zumthor: Architektenmöbel

Sind sie die besseren Designer? Das MAKK zeigt Möbel von Architekten.



Sind sie die besseren Designer? Das MAKK zeigt Möbel von Architekten.

Natürlich sind Architekten nicht die besseren Designer! Sie entwerfen einfach nur anders. Vielleicht etwas mehr auf den Raum bezogen und deren eigene Bau-Ästhetik fest im Kopf.

Begonnen hat es mit dem mangelnden Angebot geeigneter Stücke, so dass Architekten die Möbel für ihre Bauprojekte gleich mit gestalteten. Und dabei einige Klassiker schufen. Noch immer hoch im Kurs steht Mies van der Rohes Barcelona Chair, den er 1929 für den Deutschen Pavillon der Weltausstellung entwarf, um dem Königspaar eine Sitzmöglichkeit zu bieten. Aber auch der kantige Sessel F51, den Walter Gropius 1920 für sein Direktorenzimmer im Weimarer Bauhaus entwickelte, ist zur Ikone geworden. Erst in den 50er-Jahren trennte sich das Arbeitsfeld des Designers scharf von dem des Architekten ab, auch wenn zahlreiche von ihnen bis heute Möbel entwerfen.

Wie diese aussehen, welche Tendenzen und Vorlieben sich in den Entwürfen zeigen und welche Unterschiede zum herkömmlichen Möbeldesign bestehen, beleuchtet das MAKK mit Architektenmöbel der letzten 100 Jahre, darunter Arbeiten von Egon Eiermann, Mario Botta, Daniel Liebeskind, Norman Foster, Frank Gehry oder Zaha Hadid, die mit ihren Wohnobjekten – wie mit ihrer Architektur – auf der Grenze zur Abstraktion balanciert und dem Übergang zur Bildenden Kunst.

Einige Stücke, die für Bauprojekte oder als freie Arbeiten in nur kleinen Auflagen entstanden sind, werden zum ersten Mal ausgestellt.

»Von Aalto bis Zumthor: Architektenmöbel«, MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln, bis 16. April 2012

Abb. oben: Gae Aulenti »Tour«, 1993, © Fontana Arte


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