Lasst Blumen sprechen!

Blumen in der zeitgenössischen Fotografie: Spannende Schau mit Arbeiten von Fischli/Weiss, Holger Niehaus, Michael Wesely und und und …




Blumen in der zeitgenössischen Fotografie: Spannende Schau mit Arbeiten von Fischli/Weiss, Holger Niehaus, Michael Wesely und und und …

Es ist die erste Übersichtsschau zum Thema »Blumen und zeitgenössische Fotografie« – und das ist vielleicht kein Wunder. Denn es ist schon gewagt, eine Ausstellung zu dem scheinbar lieblichen aber auch hoch aufgeladenem Sujet zu machen. Die kann schnell allzu blühend werden, kitschig sein, zu rückgewand oder viel zu viel schöner Schein. Blüte und nix dahinter quasi, selbst wenn sie in Schönheit verwelkt … Die Alfred Ehrhardt Stiftung aber hat sich dennoch getraut – und beweist, wie viel Hintersinn und Verve Blumen in der zeitgenössischen Fotografie haben können.

Das Werk von 18 internationalen Künstlern und Fotografen wird gezeigt und das jahrhundertealte Bildmotiv dabei auf unterschiedlichste Weise modifiziert, ad absurdum geführt, zitiert, erneuert. In Michael Weselys hoch gehandelten Langzeitbelichtungen, die das Verwelken einfangen, Miron Schmückles »Hortus conclusus«-Szenarien, in denen er wechselnde Blüten vor seinen nackten Körper hält, bei Holger Niehaus, der mit wunderbarem Humor und auch schon mal mit Lack und Skalpell die blühenden Stängel zu augenzwinkernden Skulpturen erhebt, und, selbstredend, Fischli/Weiss, Schweizer Kunstduo mit Abo auf genial abgründige Inszenierungen, die Blumen, grell bunt, überbelichtet und aus der Frosch- oder Hasenperspektive in Denkbilder über Wahrnehmung, Vorstellung und Wissen verwandeln.

Die Eröffnung findet am 1. Juli um 19 Uhr statt. Es spricht Dr. Matthias Harder, Kurator der Ausstellung und Autor des Buches »Flower Power«.

Die Ausstellung geht bis zum 2. Oktober 2011.


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