Sixties in West-Berlin

Was passiert, wenn ein (Interactive) Designer von seinem Großvater tausend Dias aus den sechziger Jahren erbt?



Was passiert, wenn ein (Interactive) Designer von seinem Großvater tausend Dias aus den sechziger Jahren erbt?

Dass er eines Tages ein Buch mit Garamond und Akzidenz Grotesk gestalten würde, hätte Tobias Hellmann nie geglaubt … Der ehemalige Kreativdirektor der Digitalagentur Aperto arbeitet derzeil als Interaktionsdesigner am Betriebssystem für einen Cloud Computer der Telekom. Zum Trip in die Vergangenheit lud ihn ein Schatz ein, den ihm sein Großvater hinterlassen hatte, als er 2003 starb: rund 1.000 Dias, die akribisch das Berlin der frühen sechziger Jahre dokumentieren. 

Heinz Noack war Jurist und ging seine unzähligen Wochenend-Fototouren systematisch an. Seine Routen lassen sich noch heute nachverfolgen, jedes Foto versah er in Stenografie mit Ort und Datum, auf Zetteln aus zerschnittenen alten Verwaltungsakten. Es entsteht ein faszinierendes Bild von Berlin zwischem fortschrittsoptimistischem Wiederaufbau und tiefen Wunden durch Krieg und Teilung

Wie das Material aufbereiten? »Es ging zum einen darum, seine berüchtigten Dia-Abende dramaturgisch nachzuvollziehen«, erzählt Tobias Hellmann. Zum anderen entschied er, auch den gestalterischen Geist der sechziger Jahre aufzugreifen, inklusive Gestaltungsraster und Typo. »Vorbild war der Schweizer Emil Schulthess, Art-direktor der Zeitschrift ›Du‹, der auch mehrere Bildbände gemacht hat.« Mehr Infos zum Buch finden sich hier.

 

Durch die halbe Stadt

West-Berlin in den Jahren nach dem Mauerbau

Fotografien von Heinz Noack

Text von Tobias Hellmann

Hardcover, 176 Seiten

180 Abbildungen

Format 16,5 x 23 cm

29,95 Euro

ISBN 978-3-86228-054-4

Edition Braus, Berlin 2013

 

 


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