Sehnsucht nach altem Handwerk

Techniken wie das Buchbinden finden im Studium kaum noch statt. Umso verblüffender ist diese Bachelorarbeit …



Buchbinde-Toolkit
Von japanischer über koptische bis hin zur Klebe­bindung: Franziska Györfis Toolkit zeigt und erklärt, wie man die Kunst des Buchbindens ausübt, und enthält alle nötigen Werkzeuge

Das analoge Designhandwerk tritt während des Designstudiums immer mehr in den Hintergrund zugunsten digitaler Techniken. Besonders selten geworden ist das Buchbinden.

Nach einem Kurs in einer Buchbinderei ließ ­diese Technik Franziska Györfi nicht mehr los, sodass sie in ihrer Bachelorarbeit im Fach Design Interaktiver Medien an der Bergischen Universität Wuppertal ein Buchbinde-Toolkit entwickelte und produzier­te: eine Holzkiste samt Anleitungen, Beispielbüchern und allen fürs Buchbinden notwendigen Werk­zeu­gen.

Dabei kam es ihr nicht nur auf die Vermittlung der Fertigkeiten an, sondern auch auf das Wissen um die Machbarkeiten und die daraus erwachsende Inspiration für die Gestaltung.

Dass in dem Kit viel Liebe steckt, sieht man sofort. Leider ebenso viel Geld: Die Produktion des Einzelstücks kostete rund 400 Euro. Um in Serie zu gehen und bezahlbar zu werden, müssten die Materialien und Herstellungsmethoden extrem verändert werden. Und das wäre irgendwie auch schade.

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Während des Studiums band Franziska Györfi einige Semester­arbeiten selbst. Als von Kom­mi­litonen immer wieder die Frage kam, wie sie das gemacht habe, entstand die Idee für ihre Bachelorarbeit

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