Kunst statt Kunststoff

500 Plastiktüten pro Kopf pro Jahr: Das Goethe Institut Irak schreibt Wettbewerb zur Gestaltung von Stoffbeuteln aus.



Die Zahlen sind enorm. Folgt man der Statistik, werden allein im kurdischen Teil des Irak 2.000.000.000 Plastiktüten jährlich benutzt und weggeworfen, und verbraucht jeder Bewohner der Region Nahost 500 Plastiktüten in 365 Tagen. Sie flattern durch die Gegend, bleiben hängen an Strommasten, Sträuchern oder, gefüllt mit Müll, einfach am Straßenrand liegen.

Für das Goethe-Institut Irak der Anlass, eine Ausschreibung zu starten, die sich kreativ mit dem Problem auseinandersetzt. Da es zwar jede Menge Müll im irakischen öffentlichen Raum gibt, aber Kunst dort nicht existiert, verbindet es diese beiden Aspekte in dem Projekt »Kunst statt Kunststoff«.

Auf Stofftaschen, im Westen zur Zeit gehyptes Mode-Accessoire, dessen Botschaftsvielfalt keine Grenzen kennt, soll Kunst – und die Anregung zum Umdenken – in den Irak hinausgetragen werden.

Insgesamt 2.000 Taschen sollen in Cafés und an anderen ausgewählten Stellen verteilt werden, die auf einer Seite das Goethe-Logo, den Slogan des Projekts und eine markante Aussage zum Thema Umwelt tragen, während die andere Seite zur freien Gestaltung zur Verfügung steht.

Und dafür sind Deutsche und Iraker aufgerufen, ihre Entwürfe einzureichen. Sie sollten die Maße 30×30 cm nicht überschreiten, eine Mindeststrichstärke von 1 mm aufweisen und im PDF-Format eingesandt werden.

Zehn Entwürfe werden insgesamt ausgewählt und jeweils mit 500 Euro prämiert. Mit der Verteilung der Taschen können jährlich eine Million Plastiktüten eingespart werden und zugleich ein Trend gesetzt.

Der Wettbewerb startet heute, am 29.10. und endet am 26.11.2012. Alles Nähere auf der »Kunst statt Kunststoff«-Facebook-Website.


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