PAGE online

Uniqueness statt KI: Das Selestin Typeface

Tasos Varipatis, Senior Type Designer der britischen Foundry The Northern Block hat gleich mehrere Jahre lang mit Formen, Kontrasten und Ornamenten experimentiert und so entstand die herrlich lyrische und expressive Selestin.

Schrift Selestin der britischen Foundry The Northern Block mit tropfenförmigen, kugeligen Serifen auf drei Packagings zu sehen, die übereinandergestapelt sind und Weiß, Grau und Grün

Es waren die 36 Days of Type, die den Senior Type Designer Tasos Varipatis der britischen Foundry The Northern Block auf die Schriftfamilie Selestin brachte.

Für die Challenge, 36 Tage in Folge eine neue Zahl oder einen neuen Buchstaben zu zeichnen, experimentierte Varipatis mit Ornamenten, mit Kontrasten und Formen, um immer wieder neue Ideen zu bekommen und dabei entwickelte sich Schritt für Schritt die Selestin.

Die Serifenschrift mit ihren fließenden kalligrafischen Formen, mit ihren Kontrasten und ihrer Präzision, lebt zudem von ihren expressiven Details.

Schrift Selestin der britischen Foundry The Northern Block mit tropfenförmigen, kugeligen Serifen

Auf den Punkt gebracht

Mit ihrer Wurzel in der Kalligrafie entstand die handgezeichnete Schrift erst auf Papier. In schnellen, kleinen Skizzen experimentierte Varipatis mit dem n, h und m folgend.

Doch erst als er eine Lösung suchte, um die Formen zu verbinden, kam der Punkt auf, der die Schrift so stark bestimmt – und mit jeder Menge Uniqueness versieht.

»Selestin ist verbindet experimentelle Zeichnung, Graffiti und Jugendstil und entstand aus persönlichen und kollektiven Erfahrungen mit Kalligrafie und der Erforschung von Form, Kontrast und Rhythmus«, sagt Varipatis selbst. »Mein Wissen und meine Erfahrung sind darin die Brücke zwischen all diesen Elementen.«

Zahlen in der Schrift Selestin der britischen Foundry The Northern Block mit tropfenförmigen, kugeligen Serifen, weiß auf Schwarz

Gegen KI-Gleichförmigkeit

Gleichzeitig studierte Varipatis gravierte Schriftarten, für die Jugendstilkünstler:innen wie Mucha, Gaudí und Beardsley bekannt waren.

Deren fließende Rhythmen flossen in die Schwünge und Kurven der Serifenschrift. Aber auch die Gravurkunst selbst hinterließ ihre Spuren und zeigt sich in den ganz klaren Serifen.

Der Gleichförmigkeit der Gestaltung in Zeiten von KI setzt die Selestin Handarbeit, Experimentierfreude und den Human Touch entgegen, komplexe Details und ausdrucksstarke, unique Formen.

Rhythmisch und ausgelassen

Wie Noten setzten sich die prägnanten Kugeln an die An- und Abstriche, erinnern an Planeten oder Bälle und lenken das Auge an dem Geschriebenen entlang.

Sie erzeugen einen Rhythmus und führen ausgelassenen am Geschiebenen entlang – analog und digital.

Und folgt man The Northern Block, eignet sich die Selestin deshalb auch besonders für Magazinlayouts, Brandings, Beschilderungen und hochwertiges Verpackungsdesign.

Schrift Selestin der britischen Foundry The Northern Block auf kleinem Buchladen als Schild angebracht Schrift Selestin der britischen Foundry The Northern Block mit tropfenförmigen, kugeligen Serifen als Magazincover, das auf Sofa aufgestellt ist Schrift Selestin der britischen Foundry The Northern Block mit tropfenförmigen, kugeligen Serifen auf einem Plakat zu sehen Schrift Selestin der britischen Foundry The Northern Block mit tropfenförmigen, kugeligen Serifen im Museum, auf Plakat und als Leitsystem Schrift Selestin der britischen Foundry The Northern Block mit tropfenförmigen, kugeligen Serifen als Ligaturen Schrift Selestin der britischen Foundry The Northern Block mit tropfenförmigen, kugeligen Serifen und als Alternates Schrift Selestin der britischen Foundry The Northern Block mit tropfenförmigen, kugeligen Serifen Schwarz auf Grün

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dich auch interessieren