Typografischer Kafka

In der Reihe Typographische Bibliothek des Wallstein Verlags ist jetzt »In der Strafkolonie« von Franz Kafka erschienen, gestaltet von Klaus Detjen.



Bild Kafka Wallstein

So lässt sich Kafka noch einmal ganz neu lesen: Der Typograf Klaus Detjen gestaltete Franz Kafkas Werk »In der Strafkolonie« als Spiel zwischen Typografie und Textinhalt – ein Ansatz, der sich insbesondere für diesen Text anbietet. Die Erzählung handelt schließlich davon, wie eine Maschine dazu konstruiert wurde, einem aus Willkür verurteilten Menschen seinen Urteilsspruch direkt auf den Körper zu schreiben. Klaus Detjen visualisiert die Buchstaben des Urteilsspruchs auf mehreren Seiten, wobei er die technischen Details des Apparats aus der Erzählung einarbeitet.

Die typografischen Illustrationen rahmen Kafkas Text ein, der sich in der Mitte des Buchs befindet. Auch im Text spielt die Typografie eine besondere Rolle: Die Serifenschrift der wörtlichen Rede steht für das lebhaft Menschliche und bildet einen Kontrast zur serifenlosen Schrift des erzählenden Textes, der das Maschinelle des Apparates symbolisieren soll.

»In der Strafkolonie« ist bereits der neunte Band der Typographischen Bibliothek im Wallstein Verlag und der Büchergilde Gutenberg. Die Ausgabe enthält neben Klaus Detjens Visualisierungen und der Erzählung auch einen Essay des Kafka-Spezialisten Peter-André Alt.

Franz Kafka

In der Strafkolonie

96 Seiten, Leinen, Schutzumschlag

29 Euro

ISBN 978-3-8353-0979-1

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