Scriptfonts von Linotype

Koorkin von George Ryan ist eine der beiden neuen Linotype-Handschriften.



Koorkin und Coomeec heißen zwei neue Handschriften, die ab sofort bei Linotype erhältlich sind. Die schon vor einiger Zeit für ein Kundenprojekt geplante, jedoch nie komplett realisierte Koorkin wurde von Monotypes Designer George Ryan überarbeitet und zu einer vollständigen Familie ausgebaut.

Die Coomeec ist ein Entwurf des indonesischen Grafikers Andi A W Masry; sie war zunächst für den Einsatz als Comicbuch-Schrift vorgesehen. Ihre schmallaufenden Buchstaben erinnern jedoch mehr an eine kalligrafische Pinselschrift als an die üblichen Vertreter der Comicfonts.

Beide Schriften liegen in den Strichstärken Regular und Bold mit den jeweils passenden Italic-Schnitten vor. Sie decken mehr als 48 auf dem Lateinischen basierende Sprachen ab und umfassen Versal- und Mediävalziffern. Beide Typen sind auch als Webfonts verfügbar und kosten als Familie jeweils rund 280 Euro.

Die Formen der Koorkin leiten sich von zügig mit der Hand geschriebenen, in der Regel aus einer Linie aufgebauten Druckbuchstaben, ab. »Den gut lesbaren Buchstaben geben Variationen in der Strichstärke, wie sie zum Beispiel ein weicher Filzstift erzeugt, zusätzliche Dynamik«, erläutert Ryan seine Schrift. Ausgezogene Linienabschlüsse unterstützen den zwanglosen Charakter der Handschrift, die weder verspielt noch kindlich wirkt. Neben den Standardligaturen verhelfen zusätzliche, als OpenType-Feature erreichbare Ligaturen für Doppelbuchstaben wie mm oder nn, aber auch ck, der Koorkin zu einem abwechslungsreichen Schriftbild.

Masrys Coomeec bringt Kapitälchen sowie zahlreiche Buchstabenalternativen mit. Sie sorgen nicht nur für ein abwechslungsreiches Schriftbild, sondern können auch den Charakter der Schrift variieren. So liegen für die meisten Kleinbuchstaben Formvarianten vor, manchmal nur ganz leicht geändert wie ein fehlender Schnörkel beim b, ein geänderter Abstrich beim h oder ein verlängerter Fuß beim k. Andere Buchstaben ändern dagegen ihre Form grundsätzlich, so zum Beispiel das q oder r. Die Versalien stehen darüber hinaus auch als schwungvoll gestaltete Swash-Variante mit deutlich verlängerten Strichansätzen zur Verfügung.


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