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Scriptfont Medusa

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Medusa heißt eine neue Schnörkelschrift von Ramiro Espinoza.

Der Name Medusa ist – freundlich ausgedrückt – nicht gerade positiv besetzt. Das hielt den in Amsterdam lebenden Argentinier Ramiro Espinoza, der 2007 die Foundry Retype gründete, nicht davon ab, seinen neuen Scriptfont Medusa zu nennen – wahrscheinlich sollen alle Typografen bei ihrem Anblick zu Stein werden.

Die Schrift ist eine Hommage an einen der bekanntesten Meister spanischer Kalligrafie: Ramón Stirling, der im Barcelona des 19. Jahrhunderts lebte und arbeitete. Aber Medusa ist viel mehr als eine Digitalisierung einer historischen Schrift. Viele Elemente, die in der Vorlage fehlten kamen hinzu. Die fantastisch ornamentalen Versalien zeichnete Ramiro Espinoza neu, damit sie besser zu den restlichen Lettern passen.

Aus unvollständigen Skizzen des Spaniers schuf der argentinische Typedesigner verschiedene Schwungbuchstaben und Ligaturen. Ungewöhnlichstes Element der Medusa sind wohl die Small Caps, die in Kombination mit dem Scriptschnitt sehr schön wirken. Die ebenfalls vorhandenen dekorativen Elemente eröffnen jede Menge Gestaltungsmöglichkeiten, zum Beispiel in den Bereichen Mode, Kosmetik oder Editorial Design. Für 120 Dollar kann man Medusa bei Retype kaufen.

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Offene Worte finden ¬– Position beziehen! ++ Praxis: Inclusive Design ++ Kampagnen: Save the Civil Discourse! ++ Kreativ Awards in der Krise? ++ 3D-Events in der Cloud mit Unity ++ Webdesign: CSS-Hacks ++ Typo: deep fonts mit KI ++ Booklet: CD/CI-Ranking

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