Leitsystem-Schrift Vialog goes Japan

Helmut Ness, Managing Partner der Fuenfwerken Design AG in Wiesbaden und Informationsdesign-Guru Keiichi Koyama aus Tokio freuen sich, dass die Vialog den Weg nach Japan gefunden hat.



Helmut Ness, Managing Partner der Fuenfwerken Design AG in Wiesbaden und Informationsdesign-Guru Keiichi Koyama aus Tokio freuen sich, dass die Vialog den Weg nach Japan gefunden hat.

Die von Fuenfwerken speziell für Leit- und Orientierungssysteme entwickelte Schrift Vialog kommt bereits seit mehr als zehn Jahren bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zum Einsatz. Auch die spanische Bahn (renfe) setzt die Schrift seit 2006 als Corporate Type ein. Von ImmobilienScout24 wird sie ebenfalls genutzt.

 

Jetzt wurde die VIALOG durch den Einsatz in ganz Japan gekrönt. Sie wird dort für die englische Beschriftung der Autobahnschilder genutzt. In Zusammenarbeit mit Monotype Deutschland sowie dem japanischen Type-Direktor von Monotype, Akira Kobayashi, und dem international bekannten japanischen Informationsdesigner Keiichi Koyama schaffte die Schrift den Weg in das Land der aufgehenden Sonne.

 


Schlagworte: ,




Eine Antwort zu “Leitsystem-Schrift Vialog goes Japan”

  1. Albert-Jan Pool sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg, Helmut Ness! Es freut mich sehr zu lesen, dass nun auch in Japan die Experten auf dem Gebiet von Leitsystemen die gute Leserlichkeit der humanistische Grotesk erkennen. In Deutschland werden hierfür leider immer noch die DIN-Schriften der DIN 1451-2 verwendet. Sie sind auf Verkehrswegweiser zwar besser leserlich als Schriften wie Helvetica, Univers oder Arial, aber optimal sind sie sicherlich nicht. In diesem Zusammenhang dürfte es interessant sein zu wissen, dass die in Deutschland sich zumindest die Vorzeichen ändern. Die Norm DIN 1451-1 zur Schriftauswahl für Wegweiser, Leit-und Orientierungssysteme wurde 2018 aktualisiert. Der Normenausschuss »Schriften«, Mitglied sind u.A. Florian Adler, Johannes Bergerhausen, Indra Kupferschmid, Gertrud Nolte und meine Wenigkeit. Bisher empfahl DIN 1451-1 die DIN-Schriften der DIN 1451-2. Sollte diese nicht zwingend vorgeschrieben sein, so wie dass bei Verkehrswegweiser, Verkehrsschilder und Ortsschilder der Fall ist, konnte auf Helvetica, Akzidenz Grotesk oder Venus Grotesk ausgewichen werden. Die aktuelle Fassung verkörpert einen Paradigmenwechsel. Sie empfehlt grundsätzlich die humanistische Grotesk, sprich Schriften wie Frutiger, Myriad, Syntax, Wayfinding Sans, Calibri und Verdana (auf Normen-Deutsch: die serifenlose Linear-Antiqua mit Renaissance-Charakter). Die DIN-Schriften der DIN 1451-2, sprich DIN Mittelschrift und DIN Engschrift sollen nur noch verwendet werden wenn sie zwingend vorgeschrieben sind. Die entsprechende Pressemitteilung findet sich hier: https://www.din.de/de/din-und-seine-partner/presse/mitteilungen/gut-zu-lesen-317892

    Zu guter letzt: Neulich interviewte mich der Deutschlandfunk zu diesem Thema:
    https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-din-1451-in-der-norm-steckt-auch-der-wurm.2147.de.html?dram:article_id=438137

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 − zwei =

Das könnte Sie auch interessieren