The Deleted City: eine digitale Archäologie

The Deleted City visualisiert die im World Wide Web entstandene Datenmengen der GeoCities ab Mitte der 90er-Jahre zu einer interaktiven Installation.



 

 

The Deleted City visualisiert die im World Wide Web entstandene Datenmengen der GeoCities ab Mitte der 90er-Jahre zu einer interaktiven Installation.

 

Bei dieser »digitalen Archäologie« geht es genauer um die GeoCities, eine digitale Ansammlung von Communities, bei der User ab dem Jahr 1995 ihre Profile als Webseiten anlegen konnten. Der Web Hosting Service wurde ursprünglich von David Bohnett und John Rezner gegründet und 1999 an Provider Yahoo! verkauft. Dieser nahm den Dienst 2009 endgültig offline und löschte alle Daten. Die Organisation Internet Archive kopierte jedoch vorher die etwa 38 Millionen User-Webseiten, die sich in digitalen Städten angesammelt hatten, um sie für die Nachwelt aufzubewahren. Sie machte dann die entstandenen 65 Millionen GigaByte als Torrent-Datei für interessierte User zur Nutzung zugänglich.

 

The Deleted City ist nun ein Projekt des Niederländers Richard Vijgen, das diese Daten in einer interaktiven Installation verfügbar macht: Der User kann auf einem Touchscreen die GeoCities durchwandern und so durch diese »Webseiten-Städte« hindurch navigieren. Es zeigt die Verbindungen der User miteinander und ihre unterschiedlichen Netzwerke, und natürlich ihre Webseiten mit ihren Profilen. Ein digitales Pompeji!


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