Corporate Publishing Workflow

Tipps für den Corporate-Publishing-Workflow
Hier lesen Sie – ergänzend zu unserem Artikel »Frei erzählen« in PAGE 04. 13, Seite 50 ff. – die Tipps von Kreativen zum Zusammenspiel von Design und Text bei Corporate-Publishing-Projekten



Tipps für den Corporate-Publishing-Workflow
Hier lesen Sie – ergänzend zu unserem Artikel »Frei erzählen« in PAGE 04. 13, Seite 50 ff. – die Tipps von Kreativen zum Zusammenspiel von Design und Text bei Corporate-Publishing-Projekten


Stephanie Kurz, Partnerin vom Stan Hema, Berlin
1. Halten Sie Ihren Zeitplan ein – aber sorgen Sie für große Puffer, die zum Beispiel Überziehungen der Deadline abfangen.
2. Lernen Sie von den Redakteuren: Beschäftigen Sie sich mit allen Inhalten, die Sie gestalten sollen. Mischen Sie sich auch inhaltlich in die Konzeption eines Magazins ein; etwa wenn Sie mehr Abwechslung in die Artikelabfolge einer Ausgabe bringen würden.
3. Schaffen Sie Prägnanz, indem Sie Schriftarten reduzieren. Bedenken Sie dabei, dass Typografie für Charakter sorgt. Dynamik lässt sich zum Beispiel über eine zusätzliche, frische Headlineschrift vermitteln, die sich vom Corporate Font der Marke absetzt.
4. Lassen Sie schlechtes Bildmaterial weg, oder inszenieren Sie es konsequent großzügig, aber bilden Sie minderwertige Bilder niemals klein ab.

Angelika Schröger, Redaktionsleiterin bei hw.design, München
1. Ein organisches Miteinander von Contentproduzenten und Kreativen ist das A und O, um Text- und Bildebene parallel entwickeln zu können. Auch Redakteure müssen sich mit dem Layout auseinandersetzen und dürfen sich nicht über die kreative Leistung der Grafiker hinwegsetzen.
2. Designer sollten an die Lesbarkeit denken: Kommen Sie durch eine klare Leserführung und aussagekräftige Bildmotive schnell zur Botschaft, um für Aufmerksamkeit zu sorgen.
3. Brechen Sie Regeln – selbst konservativ wirkende Kunden sind häufig offener als vermutet: Spielen Sie mit Textelementen, etwa indem Sie Bildunterschriften einmal anders verorten; übersetzen Sie Markenwerte, indem Sie mit Veredelungen arbeiten oder durch ungewöhnliche Bindungen und Papiere überraschen.

Markus Albers und Brian O’Connor, Gründer von rethink, Berlin
1. Legen Sie als Gestalter frühzeitig klare Richtlinien für Bildunterschriften, Subheadlines, Initialen oder Biografiekästen fest. Autoren benötigen Standards für Textformen.
2. Unterstützen Sie die Redaktion dabei, einen Artikel spannungsreich zu inszenieren: Wo kann ein Infokasten, ein Zitat, ein Interview den Beitrag interessanter machen? Gestalter haben oft ein gutes Auge für die Kernaussage eines Beitrags.
3. Arbeiten Sie nie mit Stockfotos – Bilder, die wahre Geschichten illustrieren, sollten Ecken und Kanten zeigen.
4. Verwenden Sie statt Blindtexten reale Texte, die das Thema und die Art des Artikels widerspiegeln.

Christian Breid, Geschäftsführer Digital von Hoffmann und Campe Corporate Publishing, Hamburg
1. Definieren Sie eine Bildsprache, die die Markenwerte in medienspezifisch vermittelt. Will eine Marke Nähe kommunizieren, eignen sich lebendige Fotos von bevölkerten Straßen, persönliche Nahaufnahmen der Protagonisten und Zitate im Layout. Über die Bildebene wird viel mitgeteilt; sie sorgt für Prägnanz und Charakter.
2. Denken Sie in mehreren Dimensionen, und entwickeln Sie Geschichten individuell für die verschiedenen Kanäle. Die jeweilige Aufbereitung muss korrespondieren, aber immer dem Medium entsprechen.
3. Kämpfen Sie für Individualität und Qualität! Ein Corporate Medium sollte niemals über mehrere Artikel, geschweige denn über mehrere Ausgaben hinweg gleich aussehen.


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