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Selfmarketing-Tipps: Darum ist SEO gar nicht so kompliziert

Suchmaschinenoptimierung ist auch für ein erfolgreiches Selfmarketing wichtig. Da steckt man ganz viel Arbeit, Zeit, und Liebe in seine Portfolio-Website – und keiner besucht sie. Wir verraten, was SEO-Anfänger für ihre Sichtbarkeit bei Google tun können.

Man muss nicht immer viel vom eigenen Gesicht zeigen, um sich erfolgreich selbst zu vermarkten. Anna-Sara Ranches setzt mit ihrem Bureau Mitte auf ein umfangreiches Portfolio, eigene Publikationen – und Suchmaschinenoptimierung

Mit etwas Suchmaschi­nen­optimierung kann man für eine bessere Auffindbarkeit sorgen und potenzielle Auftraggeber auf die Seite locken. SEO klingt erst mal kompliziert, doch man kann sich schnell in die Basics reinfuchsen. Google »denkt« immer mehr wie ein Mensch, wodurch sich die Kriterien für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung in den letzten Jahren gewan­delt haben. Der wichtigste Grundsatz: Man sollte seine Website nicht für Google optimieren, sondern für die User. Das erleichtert das Ganze! Denn alles, was echten Menschen ein angeneh­mes Er­lebnis auf der Seite beschert – Über­sichtlichkeit, eine intuitive Navigation, informativer Inhalt, kurze Ladezei­ten, Mobile-Optimierung –, gefällt auch der übermächtigen Suchmaschine.

SEO-Ausrede #1: »Suchmaschinenoptimierung? Kann ich nicht!«

Es gab eine Zeit, da genügte es, ellenlange Texte mit unendlich vielen Keywords zu versehen, um auf der Suchergebnisliste weit oben aufzutauchen. Doch inzwischen erkennt Google so­genanntes Key­word Spamming (und viele wei­tere Fakto­ren) und straft ent­sprechen­de Seiten mit einer niedrigen Sicht­barkeit ab. Google be­vor­zugt vielmehr Con­tent, der dem User die Infor­mationen liefert, die er wirklich sucht. Such­maschinen­op­timie­rung hat also viel damit zu tun, sich in die Be­dürf­nis­se der Zielgruppe hineinzuversetzen!

»Wir empfehlen, sich anfangs Zeit zu nehmen, um zu überlegen, welchen Kunden man ansprechen möchte und was diesem wichtig ist. Welche Suchbegriffe würde er verwenden? Welche Themen und zu gestaltenden Medien sind ihm wichtig?«, erklärt Anna-Sara Ranches von Bureau Mitte in Frankfurt am Main. Schwerpunkte des Grafikdesignstudios, etwa Druckveredelung oder Editorial Design, sind daher als Unterseiten der Website eingerichtet und informieren umfangreich über entsprechende Möglichkeiten und bisherige Projekte. Denn aus SEO-Sicht genügen nicht einfach ein paar Schlagwörter, statt­dessen sollte man diese sinnvoll in einen etwas längeren Text einbinden. Schon die URL von Bureau Mitte enthält zwei Keywords, die wohl viele Auftraggeber bei Google eingeben würden: www.frankfurt-grafikdesign.de . Ihr SEO-Wissen haben sich die Gründerinnen Anna-Sara Ranches und Helene Uhl mithilfe ih­res kreativen Netzwerks angeeignet: »Wir haben schon immer auf einen regen interdisziplinären Austausch gesetzt und so sehr früh gelernt, was man beim Aufbau und der Bespielung der eige­nen Website beachten muss«, sagt Ranches.

Die eigene Online-Sichtbarkeit lässt sich auch über zusätzliche Google-Services steigern: Google My Business und Maps. Mit wenig Aufwand ist alles eingerichtet, Updates sind nur erforderlich, falls sich die Kontaktdaten ändern. Bureau Mitte hat auch mit Google Plus gute Erfahrungen gemacht: »Durch ein Profil, das sich mit Arbeitsproben, Öffnungszeiten, einer kur­zen Firmenbeschreibung sowie den Kontaktdaten und der Adres­se versehen lässt, wird der suchende Kunde deutlich besser ab­geholt«, erklärt Ranches.

SEO-Ausrede #2: »SEO für eine kleine Agentur bringt doch eh nix!«

Gerade für frisch gestartete Studios oder Freelancer ist SEO eine super Option – man hat noch keine Stammkunden oder kaum bisherige Auftraggeber, die einen weiterempfehlen könnten, und ist dadurch auf neue Kunden angewiesen. Die Größe der Agentur spielt für Google keine Rolle, mit den richtigen Methoden schafft man es auch allein oder zu zweit in der Ergebnisliste nach oben. »In unseren Anfangsjahren gab es Phasen, in denen die Website 80 Prozent unserer Aufträge durch Neukunden ausgemacht hat«, sagt Anna-Sara Ranches. Heute hat das 2011 gegründete Studio einen festen Kundenstamm, es wird oft empfohlen und konnte durch Publikationen in Magazinen oder Büchern auf sich aufmerksam machen. »Je länger man auf dem Markt ist und je bekannter man wird, desto vielfältiger werden die Wege, auf denen die Kunden zu einem gelangen. Die Website ist aber immer noch ein wichtiges Tool für Neuaufträge, das wir sehr zu schätzen wis­sen und nach wie vor intensiv pflegen«, sagt die Designerin.

6 SEO-Tipps für Anfänger

  • Jede Datei, die man auf seine Website hochlädt, etwa Fotos bisheriger Arbeiten, sollte mit sinnvollen Keywords versehen sein, nicht mit internen Abkürzungen. So tauchen sie eher in der Google-Bildersuche auf. Beispiel: StudioName_Animation_Illustration_KundenName.
  • Damit die Ladezeit aller Fotos auf der Website möglichst gering ausfällt, sollte man komprimierte Dateiformate verwenden (JPEG oder PNG).
  • Google bevorzugt aktuellen Content: Statt einmal im Jahr zehn Case Studies direkt nacheinander hochzuladen, also lieber eine pro Monat. Wenn man neues Material oder zusätzliche Informationen bekommt, sollte man das Projekt updaten. Und wer Spaß am Schreiben (und Zeit dafür) hat, kann einen Blog als Unterseite einrichten und dort immer mal Berichte reinsetzen (Themenideen: Konferenz-Recaps, Hintergrund zur Arbeit an einem besonderen Projekt . . .). Längere Texte ab circa 300 Wörtern werden in der Regel besser bewertet.
  • Gibt es gute Videos zu Projekten oder Ähnliches? Gerne einbinden – Videos führen dazu, dass Besucher länger auf der Seite verweilen, wodurch Google auf zufriedene Nutzer schließt.
  • Hilfreich in Bezug auf die Identifikation relevanter Keywords sind Tools wie Ubersuggest oder Answer The Public.
  • Geduld haben und dranbleiben! Es ist ganz normal, dass SEO-Maßnahmen nicht sofort einschlagen, sondern erst nach einer Weile zu besseren Rankings führen.

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