Indianer am Alexanderplatz

Cyprien Gaillard installiert riesiges Neon – und lässt es mit der Lichtwerbung in Berlins Mitte in Konkurrenz treten.



Cyprien Gaillard ist einer der Hotshots der Berliner Kunstszene. In Paris geboren, 30 Jahre jung, mit Ateliers an Spree und Seine und gefeierten Ausstellungen wie zuletzt in den Kunstwerken, in denen er türkisches Bier zur Pyramide aufstapeln und von den Besuchern über Wochen hinweg austrinken ließ.

Unterstützt von dem Künstlerprogramm DAAD und in Zusammenarbeit mit der nicht unumstrittenen Ausstellung based in Berlin, installiert er am 16. Juli um 22 Uhr ein monumentales Neon am Alexanderplatz, das die Lichtwerbung der 1950er Jahre zitiert. Überlebensgroß thront es auf dem zum Abriss bereitstehenden Haus der Statistik und zitiert das Logo des amerikanischen Baseballteams Cleveland Indians.

Gaillard setzt dem Neon beschienenen Alexanderplatz damit ein kunstvolles Sinnbild entgegen, zeigt gleichzeitig wie althergebrachte Symbole in aktuellen Marketingstrategien immer noch lebendig sind – und thematisiert das Paradox, dass zahlreiche US-Sportteams im Namen und in ihren Maskottchen die Ureinwohner zitieren, die sie einst vertrieben und vernichtet haben …

Enthüllung: Samstag, 16. Juli, 22 Uhr – bis zum 11. Dezember 2011 wird der Neon Indian leuchten.


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