Hipsters verdienen es zu sterben

Eine Kampagne sorgt in den USA für Aufregung ...



Hipster verdienen es zu sterben, Tätowierte verdienen es zu sterben, Privilegierte verdienen es, verrückte alte Tanten und auch Katzenliebhaber. Seit diese Plakate in verschiedenen amerikanischen Städten zu sehen sind, schlagen die Wellen der Empörung hoch, manche der Plakate werden abgerissen, in Blogs ereifert man sich. Vor allem auch, weil es für diese scheinbar drastische Forderung auf den Plakaten selbst nicht die geringste Erklärung gibt.

Versuchte man der Sache im Netz auf den Grund zu gehen, erschien ein Countdown – und auch dieser ohne weitere Erklärung. Die aber gibt es mittlerweile. Als Antwort auf die drastischen Reaktionen wurde die Website früher als geplant online geschaltet – und es zeigt sich, dass hinter der Kampagne die Lung Cancer Alliance aus Washington DC steht, die auf der Website nicht weniger drastisch, das Risiko von Lungenkrebs beschwört: Einer von 14 Amerikanern wird daran erkranken, hochgerechnet auf die durchschnittlichen 172 Facebook-Freunde, die jeder hat, wären das 12 – und nur zwei von ihnen werden mehr als fünf Jahre überleben.

Erdacht hat die Kampagne sich die Agentur Laughlin Constable aus Chicago und ihr war natürlich klar, dass sie polarisiert, die Aufmerksamkeit ist ihr sicher – und die Botschaft komplex.

Denn auf der Website geht es keineswegs nur darum, die Schrecken von Lungenkrebs zu beschwören, sondern vor allem darum, gegen die Diskriminierung von Lungenkrebskranken zu kämpfen, denen oft unterstellt wird, sie seien selbst daran schuld. So kommen die Claims zustande – und lösen sich am Ende der Website auf in Postern, die »No One Deserves To Die« besagen und die heruntergeladen werden können.


Schlagworte: ,




Kommentieren

Einfach mit dem PAGE Account anmelden oder Formular ausfüllen

Name *

Email *

*Pflichtfeld

Ihr Kommentar *

 
 

Das könnte Sie auch interessieren